Tierpark Germendorf: Neue Aktion – Mutige dürfen Affen im Käfig füttern

Konstantin Ruske ist Tierparkleiter in Germendorf und weiß, was Affen mögen - lebendige Heuschrecken. Die hübschen Totenkopfäffchen fliegen quasi auf den Proteinhappen aus der Hand.
Jürgen Liebezeit- Tierpark Germendorf bietet „Greet & Feet“: Tiere wie Totenkopfäffchen und Waschbär „Bronco“ hautnah füttern.
- Einzigartige Attraktionen: Freilaufende Tiere, Dinosauriermodelle, Bade- und Spielmöglichkeiten.
- Preise: Fütterungen ab 55 €, Eintritt für Erwachsene 7 €, Familienkarte 20 €.
- Gastronomie: Snacks ab 3 €, Hauptspeisen bis 12,50 €, Getränke ab 2 €.
- Öffnungszeiten: Sommerferien täglich 9–19 Uhr, Parkplätze kosten 2 €.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Tierpark Germendorf hat viele Alleinstellungsmerkmale. So kann in der weiträumigen Anlage im ehemaligen Sandabbaugebiet in Oberhavel in den künstlichen Seen gebadet werden. „Das gibt es sonst nirgendwo“, ist Tierparkleiter Konstantin Ruske stolz.
Die Kombination aus der Beobachtung von lebendigen Tieren aus aller Welt und dem Betrachten naturgetreuer Dinosaurierfiguren aus vergangenen Epochen sucht auch seinesgleichen. Zudem gibt es zahlreiche Spielangebote für Kinder. Es lebt in Germendorf sogar ein Tier, dass es in keinem anderen Zoo in Deutschland gibt. Aber die jüngste Idee toppt alles!
Streichelzoo mit Ziegen kann jeder – Germendorf bietet mehr
Einen Streichelzoo mit Ziegen, Schafen und Meerschweinchen hat fast jeder Zoo. Doch auf der Anlage in Germendorf kann es durchaus passieren, dass ein Sikahirsch neugierig einen Besucher mit der Nase anstupst und auf Futter hofft. Das kann auch durch die Damhirsche im Dino-Park passieren.

Freunde fürs Leben! Zutraulich, aber durchaus gierig sind die Totenkopfäffchen im Tierpark Germendorf bei der Aktion „Greet & feed“. Unser Redakteur Jürgen Liebezeit hat sich mit großem Respekt in den Käfig der flinken Tiere gewagt und ist nachhaltig begeistert.
Konstantin Ruske„Die Tiere sind absolut friedlich und lassen sich sogar streicheln“, sagt Leiter Ruske. Hirsch „Hansi“ lässt zu, dass sein Geweih berührt werden darf. Die Tiere bewegen sich in den weitläufigen Gehegen, die auch die Menschen durchstreifen dürfen, völlig frei. Antilopen, Nandus, Mufflons oder Alpakas können ebenfalls mit Leckereien aus den Automaten gefüttert werden. Hier ist jedoch mindestens ein Zaun zwischen Tier und Mensch.
Das muss nicht immer so sein! Seit April 2025 bietet der Tierpark Germendorf eine Attraktion an, bei der fast alle Tiere der Einrichtung hautnah erlebt werden können. „Greet & feed“ (Begrüßen und füttern) heißt die Idee, die es nach Angaben der Tierparkleitung in dieser Art in Deutschland kein zweites Mal gibt.
Tierpfleger beantworten alle Fragen zu den Tieren in Germendorf
Interessierte können in Begleitung von erfahrenen Tierpflegerinnen und Tierpflegern ihre Lieblingstiere direkt im Käfig oder Gehege füttern. Das ist ein Angebot für die ganze Familie. „Bei dieser exklusiven Begegnung werden auch alle Fragen zu den Tieren fachkundig beantwortet“, wirbt Ruske für einen Versuch, zum Beispiel ins wuselige Affengehege zu gehen.

Krabben-Waschbär „Bronco“ ist ein Feinschmecker: Es liebt Obst und warten auf ein Weibchen. Hier wird er von seinem größten Fan, dem Tierparkleiter Konstantin Ruske, gefüttert. Das können auch Besucher in Gemendorf machen.
Jürgen LiebezeitEtwas Mut braucht es schon, in den Käfig zu den flinken Totenkopfäffchen zu gehen. Denn die putzigen Affen haben gar keine Scheu. Im Nu sitzen sie auf dem Kopf des Besuchers und greifen mit ihren kleinen gelben Pfoten nach den lebendigen Heuschrecken, die ihnen hingehalten werden.
Die Affen sind satt, der Reporter begeistert
Kaum ist der leckere Happen in sekundenschnelle verputzt, wird frech Nachschub gefordert. Dabei sind die Tiere, die gerne auf der Schulter oder dem ausgestreckten Arm sitzen, kaum zu spüren. Die geselligen Affen aus Süd- und Mittelamerika wiegen nicht einmal so viel wie zwei Päckchen Butter. Nach gut 15 Minuten ist das einmalige Spektakel vorbei. Die Affen sind satt, der Reporter begeistert.

Einfach süß. Der Chef der Truppe hält Ausschau. Auch Erdmännchen dürfen unter Anleitung im Tierpark Germendorf gefüttert werden.
Jürgen LiebezeitAuch der Besuch bei „Bronco“ lässt keine Wünsche offen. Der Krabben-Waschbär kam Anfang 2024 aus einer Zucht in Frankreich nach Germendorf. In keinem anderen Zoo in Deutschland gibt es ein Tier dieser Art. In Europa leben lediglich fünf Krabben-Waschbären, die eigentlich in Südamerika heimisch sind.
Heiratsantrag im Käfig der Gibbons
„Bronco“ freut sich sichtlich auf seinen „größten Fan“, weil Tierparkleiter Ruske ihm frische Früchte zum Abendbrot bringt. Noch lebt der flinke Kleinbär, der mit seiner typischen Gesichtsmaske an den inzwischen bei uns heimischen nordamerikanischen Waschbär erinnert, alleine in seiner Anlage gegenüber des Flamingoteichs. „Wir bemühen uns bei südamerikanischen Züchtern um ein Weibchen, um eine eigene Zucht aufzubauen“, so Ruske.
Auch „Bronco“ kann im Rahmen des Angebots „Greet & feed“ in seinem Gehege persönlich gefüttert werden. Er mag trotz seines Namens nicht nur Krabben und Krebse, sondern gerne auch Obst wie Mango, Pfirsich und Avocado.
Im Prinzip ist das hautnahe Erleben der Exoten unter Beachtung der Sicherheit mit fast jedem Tier des Tierparks möglich. Sogar eine Fütterung im Pumagehege wird ermöglicht. Es gibt aber auch Alternativen zu der Raubkatze. Ein verliebter Mann hat zum Beispiel in der Gibbonanlage seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht. Dort Ort war wohl nicht ganz ohne Hintergedanken gewählt. Die Affenart lebt monogam, betrügt den Partner also nicht. Sie hat übrigens „Ja“ gesagt.
Fütterung der Pumas dauert 30 Minuten
Aktuell gibt es drei Preiskategorien für das Angebot „Greet & feed“ im Tierpark Germendorf. Eine Fütterung in kleiner Gruppe im Käfig der Totenkopfäffchen oder der Schwarzpinsel-Äffchen kostet 55 Euro (15 Minuten), der Besuch der Truthahn- und Rabengeier (20 Minuten) ist zehn Euro teurer. Das Abenteuer im Pumagehege (30 Minuten) schlägt mit 75 Euro zu Buche. Andere Tierarten, zum Beispiel die Erdmännchen, sind Verhandlungssache.
„Im Prinzip sind wir ein Zoo zum Anfassen“, fasst Leiter Konstantin Ruske, der schon auf Teneriffa und in Leipzig gearbeitet hat, die Philosophie der Anlage zusammen. In Germendorf sind zirka 550 Tiere von rund 120 Arten aus aller Welt zu sehen. An jedem Gehege sind Tafeln mit leicht verständlichen Informationen zu Merkmalen, Lebensraum, Verbreitung und Verhaltensweisen sowie Gefährdung zu der jeweiligen Tierart zu finden.
Zahlreiche Angebote bei Speisen und Getränken im Tierpark
Auf dem Gelände gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich zu verpflegen. Es werden auch vegetarische Speisen angeboten. Die Preise bewegen sich zwischen 3 Euro (Pommes ohne alles) und 12 Euro (Bacon-Burger mit Spiegelei und Beilagensalat, auch in Veggie-Variante). Die Suppe des Tages mundet für und 5 Euro. Auf dem Areal wird auch asiatisch gekocht. Vorspeisen gibt es für 3 Euro, Hauptspeisen kosten bis zu 12,50 Euro.
Für die günstigsten alkoholfreien Getränke müssen 2,50 Euro (0,5 Liter Wasser oder Apfelschorle) beziehungsweise 2 Euro (Capri-Sonne) bezahlt werden. Ein kleines Bier kostet am günstigsten Stand 3 Euro, der Kaffee 2,20 Euro. Eine kleine Portion Softeis kostet 3 Euro, Crêpes gibt es ab 4 Euro, Waffeln ab 3,40 Euro.
Öffnungszeiten und Preise im Tierpark Germendorf
In den Sommerferien ist der Tierpark jeden Tag von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Kasse schließt um 18 Uhr.
Am Eingang stehen 2000 kostenpflichtige Parkplätze (2 Euro als Münze) zur Verfügung. Der OVG-Bus 823 hält direkt am Tierpark.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 7 Euro, Kinder zahlen je nach Alter weniger. Für eine Familienkarte werden 20 Euro berechnet. Für Hunde, für die Leinenpflicht gilt, sind inklusive Kottüte und Hundebadestelle 1 Euro zu zahlen. Der Bollerwagen kann für 5 Euro ausgeliehen werden (Kaution: 30 Euro).
Die Benutzung der Bademöglichkeiten ist im Eintrittspreis enthalten, Spieleinrichtungen und Fahrgeschäfte sind teilweise kostenpflichtig (50 Cent bis 2 Euro).
Für die Angelkarte zahlen Erwachsen zusätzlich zum normalen Eintritt 6 Euro, Kinder (2 bis 16 Jahre) 3 Euro. Die gefangenen Fische können mitgenommen werden.


