Tourismus: Corona verhagelt den Tourismus-Betrieben Oberhavel das Geschäft

Abschied von Peter Krause(links): Egmont Hamelow und Frank Stege (rechts) bedanken sich für die Arbeit des langjährigen Geschäftsführers des Tourismusverbandes Ruppiner Land.
Burkhard KeeveEin letztes Mal in seiner Funktion als Geschäftsführer des Tourismusverbands Ruppiner Seenland hat Peter Krause am Montag dem Wirtschaftsausschuss des Kreises seinen Bericht vom zurückliegenden Geschäftsjahr und einen Ausblick auf die Saison vorgestellt. Krause verlässt – wie berichtet – nach 22 Jahren seinen Posten. Er wechselt zum 1. August nach Beelitz und wird dort Geschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft.
Das tat seinem Bericht keinen Abbruch. Gewohnt schnell und druckreif redend, verschaffte Krause den Ausschussmitgliedern einen Überblick. Leicht fiel es, über die zurückliegende Saison zu berichten. Denn die Zahlen sind gestiegen. So verbuchte die Tourismusbranche in Oberhavel 2019 rund 232 500 Gästeankünfte und damit 5 300 mehr als 2018. Hotels und Pensionen konnten sich auch über mehr Übernachtungen freuen. Dort gab es gegenüber 2018 ein Plus von knapp 22 000 auf insgesamt 518 700 Übernachtungen.
Teilweise trübe Aussichten
Ganz anders sehen die Aussichten für die laufende Saison aus. Corona verhagelt der Branche das Geschäft. „Da beißt die Maus keinen Faden ab“, sagte Krause. Erst ab 15. beziehungsweise 25. Mai konnte die Gaststätten und Hotels wieder öffnen. Krause: „Da kann nichts aufgeholt werden. Betten lassen sich nicht doppelt belegen.“ Besonders kritisch sieht die Situation im Bereich der Gruppenunterkünfte aus. „Dort ist teilweise mit einem Totalausfall zu rechnen“, so Krause. Denn Kinderferienlager, Reiterferien oder Klassenfahrten seien weiterhin nicht vermittelbar. „Wer von Mehrbettzimmern lebt“, blicke in eine düstere Zukunft. „Einige Anbieter wird es nicht mehr geben“, prognostizierte Krause.
Zuversichtlicher sehen Hotels, Pensionen und Gaststätten nach vorn. „Sie sind verhalten optimistisch“, sagte Krause. Besonders der Wassertourismus, ein Bereich auf den die Region besonders setzt, sei gut nachgefragt und einige Anbieter „sind bis September teilweise sogar ausgebucht“, freute sich Krause.
