Trotz Bombenverdacht: Oder-Havel-Kanal ab heute Abend wieder zeitweise frei

Eine 130 Meter lange Containerwand trennt nun die Bombenverdachtspunkte an Oranienburger Treidelweg von den Schiffen auf dem Oder-Havel-Kanal zwischen Oranienburg und Lehnitz.
WSAWegen zwei am Treidelweg in Ufernähe vermuteter Bomben musste der Kanal für die Schifffahrt am 5. April kurzfristig auf Anordnung der Stadt Oranienburg gesperrt werden.
„Nach Fertigstellung einer zweilagigen und knapp 130 Meter langen Containerwand durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit Abnahme durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst und die Stadt Oranienburg kann nunmehr ein eingeschränkter Schiffsverkehr stattfinden“, heißt es in der Mitteilung des WSA. Die Containerwand soll die Besatzung von Güter- und Fahrgastschiffen als Splitterschutz vor möglichen unkontrollierten Explosionen schützen.
Für die Fahrten – außerhalb der Arbeitszeiten der Kampfmittelräum-trupps – gelten nun folgende Einschränkungen:
Montags bis Donnerstags darf der Oder-Havel-Kanal nur zwischen 17 Uhr bis 6 Uhr befahren werden.
Freitags bis Sonntags sowie an Feiertagen ist der Oder-Havel-Kanal ganztägig passierbar – und zwar im Richtungsverkehr auf der linken Seite (der Containerwand gegenüberliegendes Ufer). „Alle Personen haben sich unter Deck aufzuhalten“, heißt es in der Mitteilung des WSA.Kanus, Kajaks, Ruderboote und Kleinfahrzeuge ohne Aufbauten wie Angelkähne mit Außenborder „dürfen diesen Bereich aufgrund der weiter bestehen den Gefahrenlage nicht passieren“.
Die Sperrung der Wasserstraße hatte in den vergangenen Wochen für erhebliche Kritik von Unternehmern gesorgt. So konnte die Firma Havelbeton in Oranienburg nicht mehr vom Wasser aus beliefert werden. Auch der Hafen des Wassersportzentrums Oranienburg ist seit Wochen nicht mehr vom Oder-Havel-Kanals aus nicht mehr erreichbar gewesen. Ebenso klagten Charterbootverleiher und Flusskreuzfahrtunternehmer über erhebliche Einbußen durch die Sperrung der wichtigen Wasserstraße.