Drei Jahre nach Bekanntwerden der Pläne des niedersächsischen Investors Josef Vortallen hat das LfU den Doppelstall mit jeweils 21 000 Hühnern in Zehlendorf als nicht genehmigungsfähig eingestuft. Dem Investor könne kein Baurecht erteilt werden. Bereits am 5. März sei dem "Vortallen Legehennenbetrieb" und der "Zehlendorfer BioEi GbR" mitgeteilt worden, dass die immissionsschutzrechtliche Genehmigung von je einer Legehennenanlage in  Zehlendorf abgelehnt werde, teilte LfU-Sprecher Thomas Frey am Dienstag auf Anfrage mit. "Ablehnungsgründe waren Belange des Bauplanungsrechts", sagte Frey. Die Erörterung der vorgebrachten Einwendungen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit sei daher nicht erforderlich gewesen.
2 888 Einwendungen von Bürgern gingen vor einem Jahr ans LfU. Der  öffentliche Anhörungstermin wurde zunächst wegen der langen Bearbeitungszeit abgesagt. "Ohne den Rückhalt aus der Bevölkerung und ohne die Einwendungen hätten wir dieses Ziel nicht erreicht", sagte der stellvertretende BI-Vorsitzende Horst Jäkel.
Für das sogenannte privilegierte Baurecht im Außenbereich müsste der Investor auch als Landwirt vor Ort tätig sein und zudem einen Flächennachweis für die Futtermittelproduktion vorlegen. Das ist offenbar nicht passiert. Das Landesumweltamt räumt den beiden Gesellschaften, die den Doppelstall errichten wollen, eine Widerspruchsfrist ein.
Dazu bleibt einen Monat Zeit. BI-Sprecher Axel Wunsch sprach deshalb am Dienstag von einem Etappensieg. "Wir machen weiter", sagte Wunsch. Immerhin habe die Genehmigungsbehörde die vielen Einwendungen lange und gründlich prüfen müssen. Diesen Erfolg will die BI am Freitag auf dem Goldnebelhof von Horst Jäkel in Zehlendorf feiern. Der SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann begrüßte die Ablehnung durch das LfU. "Der Standort direkt neben Wohnbebauung und Goldnebelhof ist ungeeignet. Ich hoffe, dass die Entscheidung auch bei eventueller Anfechtung Bestand hat und nun wieder Ruhe bei den betroffenen Menschen vor Ort einkehrt", so Lüttmann.