Umweltaktionstag
: 180 Helfer räumen im Herthamoor auf

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat den ersten warmen Frühlingstag in diesem Jahr für einen Umweltaktionstag genutzt.
Von
Gabriele Zaspel
Bergfelde
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Einsatz im Wald: Auch die Jugendfeuerwehren aus Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Bergfelde packten mit an.

Gabriele Zaspel

Totholz und Müll sollte aus dem Moorbereich entfernt werden, die angrenzende Waldkante musste von der amerikanischen Traubenkirsche befreit und die Wacholderheide wieder freigelegt werden.  Auf der Wiese an der Stolper Straße hatten Stürme im  Winter eine Reihe von Schäden verursacht, die beseitigt werden mussten und im Grenzwald und an den Rotpfuhlen sollte der dort angefallene Müll beräumt werden.  Auf zwei Moorwiesen mussten die Wiesenkanten freigeschnitten, Sturmschäden aufgearbeitet und Benjeshecken aufgeschichtet werden.

Die Helfer machten sich ans Werk. Gummistiefel waren obligatorisch und viele hatten Werkzeuge wie Astscheren, Sägen und auch Akkuschrauber mitgebracht. Neben den vielen SDW–Mitgliedern waren Familien aus Hohen Neuendorf und Umgebung, aber auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Hohen Neuendorf, Borgsdorf und Bergfelde, des Rugbyvereins, des Briesetalvereins sowie der neugegründeten Initiative „Umweltkids“ aus Hohen Neuendorf vertreten. „Diese Initiative ist eine ganz tolle Sache, hier haben sich Schüler zusammengetan, die nicht nur zusehen, sondern selbst etwas für die Umwelt tun wollen. Ich hoffe, sie finden viele Mitstreiter“, sagte der stellvertretende SDW–Vorsitzende Richard Bergmann.  Alle Teilnehmer waren hochmotiviert, und dank der guten Vorbereitung konnten die Arbeiten zügig vonstatten gehen. Berit Schirow, Vorstandsmitglied der SDW, hatte ebenfalls ihre Familie mitgebracht. Sie leitete unter anderem die Müllsammelaktion an den Rotpfuhlen. „Nicht zu glauben, was die Leute so alles im Wald entsorgen. Vor allem Kassenzettel, Taschentücher und Plastetüten, aber auch Kinderspielzeug und sonstiger Plastemüll findet sich überall“, so Berit Schirow. Sie füllte mit ihren Helfern zwölf große Müllsäcke.

Eine weitere wichtige Aufgabe war der Bau von Nistkästen, die Vögeln und Fledermäusen gleichzeitig Unterschlupf bieten. Diese wurden auf dem Turmgelände aus vorgefertigten Holzteilen von den Kindern, mit Unterstützung der Erwachsenen, zusammengebaut und in der Umgebung um den Naturschutzturm angebracht. Die Schutzgemeinschaft hatte für Bratwürste und Getränke gesorgt. Von der freiwilligen Feuerwehr war eine Feldküche mit Nudeln und Gulasch herangefahren worden.

„Was an diesem Tag geleistet wurde, ist sehenswert. Die Stimmung war hervorragend. Das Gebiet rund um das Herthamoor ist ein Kleinod geworden“, dankte der SDW–Vorsitzende Dirk Hartung allen Teilnehmern. Für den nächsten Bürgerhaushalt der Stadt Hohen Neuendorf soll der Bau einer Beobachtungsplattform im Moor mit einer behindertengerechten Steganlage beantragt werden. Die Abstimmung darüber wird im August erfolgen. Die SDW plant bereits weitere Aktionen. Für das nächste Jahr ist vorgesehen, die wenigen, noch verbliebenen Feuchtbiotope im Umfeld von Hohen Neuendorf und Birkenwerder zu betreuen. Zuvor soll es dazu einen Bürgerdialog geben.