Kurz vorm Osterfest warnt der Gandenhof in Wensickendorf vor dem Abbrennen von Osterfeuern. In einem Facebook-Post wird auf die töfliche Gefahr solcher Feuer hingewiesen. Denn die aufgeschichteten Äste und Zweige würden von vielen heimischen Wildtieren als Unterschlupf genutzt. Igeln, Spitzmäusen, Hasen, Fröschen und verschiedenen Vögel drohe durch das traditionelle Osterfeuer der Feuertod. Wenn Tiere mit Brandverletzungen flüchten, seien sie schweren Qualen ausgesetzt.

Holzstapel umschichten

Die Wildtieretter raten dazu, die Feuerstellen erst kurz vor dem Anzünden aufzurichten oder das Gehölz vor dem Abbrennen umzuschichten. So hätten Tiere, die sich darin verstecken, die Möglichkeit zur unbeschadeten Flucht. „Die Holzhaufen sind Verstecke für Säugetiere und wichtige Lebensräume für Insekten und Amphibien“, so die Wildtierretter. Viele Vögel würden schon ihre Nistplätze einrichten. Igel würden möglicherweise unter den aufgeschichteten Haufen noch Winterschlaf halten. Sie hätten keine Chance zur Flucht.
„Werde zum Lebensretter!“, lautet der Aufruf der Wildtierretter an alle, die dennoch ein Osterfeuer abbrennen wollen.
Osterfeuer sind grundsätztlich anmeldepflichtig. Die Stadt Oranienburg erhebt dafür eine Gebühr. Wie im Vorjahr wird es wegen der Pandemie aber keine öffentlichen Osterfeuer geben. Im privaten Rahmen sind Osterfeuer aber erlaubt. Auch hier gilt die Eindämmungsverordnung: Es dürfen sich nur Personen des eigenen Haushalts sowie eines weiteren Haushalts, maximal aber fünf Erwachsene versammeln.