Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 10 nahe der Gemeinde Mühlenbecker Land ist am Sonntag, 28. August, ein Motorradfahrer ums Leben gekommen, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Am Montag äußerte sich die Polizei mit den erschreckenden Details.
Der Unfallverursacher, ein 31-jähriger Mann aus Berlin, der in einem Hyundai unterwegs war, fuhr mit 180 bis 200 Kilometer pro Stunde auf einen Baustellenbereich zu. Das habe er selbst angegeben, sagte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord, auf Anfrage von MOZ.de.
Nach dem Unfall auf der A10 bei Mühlenbeck sind drei Rettungshubschrauber auf der Autobahn gelandet.
Nach dem Unfall auf der A10 bei Mühlenbeck sind drei Rettungshubschrauber auf der Autobahn gelandet.
© Foto: Philipp Neumann/TNN/dpa
Erlaubt waren noch 80 Kilometer pro Stunde. Zuvor gilt Tempo 100. Dann sei er kurz vor der Baustelleneinengung plötzlich von der linken auf die mittlere Fahrspur gewechselt und habe dabei zwei Motorräder erfasst. Ein 39-jähriger Motorradfahrer aus Berlin wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Die Fahrerin des anderen Motorrades, eine 37-jährige Frau aus Berlin, kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Alkoholtest beim Verursacher ergab 2,72 Promille

Vom Hyundai erfasst wurde auch noch ein auf der rechten Fahrspur fahrender Renault. Dessen 81-jähriger Fahrer aus Berlin erlitt leichtere Verletzungen und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Durch den heftigen Aufprall flogen Fahrzeugtrümmerteile zudem auf die Gegenfahrbahn und beschädigten einen Audi aus Hamburg. Die Insassen des Fahrzeugs blieben unverletzt.
Eine Atemalkoholkontrolle bei dem Hyundai-Fahrer ergab 2,72 Promille, so die Polizeisprecherin. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sei der Führerschein sichergestellt und eine Blutprobe entnommen, auf eine vorläufige Festnahme aber verzichtet worden.
Helfer und Krankenwagen stehen nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 10. Hinter der Unfallstelle bildet sich ein Stau.
Helfer und Krankenwagen stehen nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 10. Hinter der Unfallstelle bildet sich ein Stau.
© Foto: Philipp Neumann/TNN/dpa
Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden in Höhe von 80.000 Euro. Die Fahrbahn der A10 war in Richtung Prenzlau stundenlang gesperrt. Gegen 1.50 Uhr sei der linke Fahrstreifen wieder freigegeben worden. Um 4.45 Uhr standen alle Spuren wieder zur Verfügung.
Die Sperrung hat so lange gedauert, weil auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter den Unfallort untersuchte.