Unfallgefahr
: Warnung vor Rehen im Liebesrausch

Während der Paarungszeit verliert das Wild seine Scheu und Vorsicht. Ministerium rät zu erhöhter Achtsamkeit
Von
Burkhard Keeve
Oberhavel
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Zwei Rehe stehen auf einem Feld. Tierschützer warnen vor liebestollen Rehen im Straßenverkehr.

Julian Stratenschulte

982 Unfälle

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in Oberhavel 982 Wildunfälle. Damit gehen 15,7 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Begegnungen mit Wild zurück. Viel häufiger krachte es in Ostprignitz–Ruppin (1 001 Unfälle, 28 Prozent). In der ländlich geprägten Prignitz gingen im vergangenen Jahr sogar 39,5 Prozent aller Unfälle auf die Kappe von Wild. Insgesamt war damit, rein statistisch gesehen, im Bereich der Polizeidirektion Nord jeder vierte Unfall ein Zusammenstoß mit Wild (3 194). Dabei blieb es nicht nur bei Sachschaden. Es gab 36 Verletzte.

Nicht nur abends Wildwechsel

Aktuell müssen Verkehrsteilnehmer mit Wildwechseln nicht nur während der Morgen– und Abendstunden rechnen, sondern am ganzen Tag. „Dabei folgt nach einem ersten Reh oft ein zweites, oder drittes Tier“, so Uwe Schade. Kraftfahrer sollten jetzt die Verkehrszeichen „Achtung Wildwechsel“ besonders beachten, rät das Potsdamer Ministerium. Die Fahrgeschwindigkeit sollte stets darauf ausgerichtet sein, kurzfristig bremsen zu müssen.