"Auch mit viel zusätzlichem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es bisher nur bedingt möglich, den personellen Engpass zu überbrücken", so Amtsarzt Schulze. Trotz einer zusätzlichen Ärztin in Weiterbildung, die das Team unterstützt, werden die Schuleingangsuntersuchungen im Landkreis Oberhavel voraussichtlich bis Ende Juni 2019 andauern. Schulze bedauert die Situation und zeigt Verständnis für die Verärgerung auf Seiten der Schulen, Gemeinde- und Stadtverwaltungen und im Besonderen bei den betroffenen Eltern. Eigentlich stehen regulär fünf Teams mit insgesamt zehn Mitarbeiterinnen bereit. "Bis zu 200 Untersuchungen pro Woche können wir nach landeseinheitlichem Standard gewährleisten, wenn alle Kollegen zur Verfügung stehen. Doch dieses Pensum war in diesem Jahr nicht zu halten", so der Amtsarzt. Insgesamt werden auch in diesem Jahr zirka 2 100 Kinder untersucht.
Auch im Mai 2016 hieß es zur Verzögerung der Schuleingangsuntersuchungen: "Grund hierfür ist eine Häufung gesundheitsbedingter Ausfälle im Bereich des Kinder- und Jugendmedizinischen Dienstes." Damals warteten noch 670 Kinder.
Im Mai 2018 betraf es 900 Kinder. Es gab wie 2016 und jetzt 2019 eine nahezu gleichlautende Mitteilung dazu. Geändert hat sich an der Situation seitdem – wie auch an der Mitteilung der Verwaltung – so gut wie nichts.

BrandenburgischesSchulgesetz


Nach dem Brandenburgischen Schulgesetz ist bei allen Kindern vor Beginn ihrer Schulpflicht eine Schuleingangsuntersuchung zur Feststellung der gesundheitlichen Schulfähigkeit durchzuführen. In der Regel findet diese zwischen Januar und April statt und wird durch das Gesundheitsamt in Absprache mit den Schulen organisiert, damit die Schulen in der Lage sind, die entsprechenden Zuweisungsbescheide zu versenden. Das staatliche Schulamt Neuruppin wurde über den Verzug informiert.