Vollsperrung: B 96 wird ab dem Sommer zwischen Teschendorf und Löwenberg saniert
Der genaue Zeitablauf wird derzeit anhand der Vorbereitung der notwendigen Ausschreibungen erarbeitet. Bislang, so der LS, stehe als vorläufiger Baubeginn nur der Sommer beziehungsweise das Ende der Sommerferien.
Die Instandsetzung umfasst den Bereich von der Fahrbahninsel am Ortseingang von Teschendorf aus Richtung Nassenheide bis zur Ortseinfahrt von Löwenberg. Das sind rund sechs Kilometer Fahrbahn, die saniert werden sollen. Gearbeitet werde, so Hans–Jürgen Otte, beim LS für die Planung des Bauablaufes zuständig, in vier Arbeitsabschnitten.
1. Bauabschnitt
In dieser Bauphase wird die vorhandene Mittelinsel instandgesetzt. Sie weist Schäden an den Pflasterköpfen, der Fahrbahn und an den Rändern auf. Die Fahrbahnkanten werden immer wieder überfahren, was im Übrigen auch für die Querungshilfe am Ortseingang gilt. Deshalb werden auch dort nachträglich noch Randbefestigungen gesetzt, damit die Kraftfahrer nicht schon vor der Einfahrt in die Insel aufs Gaspedal treten und die Bankette zerfahren. Auch die neue Mittelinsel vor Plessow wird mit Borden eingefasst und zugleich für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hergerichtet. So werden unter anderem Blindenleitplatten eingebaut. Während der Arbeiten wird der Verkehr auf einer Behelfsfahrbahn an der Baustelle vorbeigeführt und mit einer Ampel geregelt.
Rund 230 Meter weiter in Richtung Norden (etwa auf Höhe des Denkmals) wird eine zweite Ampel gebaut. Hier müssen am Straßenrand sogenannte Aufstellflächen und Borde in die Fahrbahn eingebaut werden. Ob der Verkehr mittels Bauampel geregelt werden muss, wird in erster Linie davon abhängen, wie sich die Kraftfahrer im Baustellenbereich verhalten und ob sie die Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten.
2. Bauabschnitt
Er umfasst die Deckenerneuerung in Teschendorf zwischen beiden Ortseingängen nach Fertigstellung der Mittelinseln und der neuen Ampel. Dazu werden die obersten Beläge der Fahrbahn (Binder– und Deckschicht) abgefräst und durch neue ersetzt. Diese Arbeiten könnten nur während einer Vollsperrung der Straße erfolgen. Etwa zehn Tage werden für die Fräs– und Asphaltarbeiten veranschlagt. Danach müssen noch die Schächte angehoben und hergerichtet, Fugen geschnitten und die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Insgesamt rechnet Otte damit, dass die Arbeiten in 14 Tagen erledigt sein können. Während dieser Zeit seien die Grundstücke nicht mit dem Kraftfahrzeug zu erreichen, so der Planer. Wo die Kraftfahrzeuge abgestellt werden können, um den Geschäftsbetrieb für die Gewerbetreibenden so wenig wie möglich zu beeinflussen, müsse in separaten Gesprächen auch mit der Verwaltung noch festgelegt werden, bietet Otte an.
3. Bauabschnitt
Hierbei geht es um die Sanierung und Deckenerneuerung vom Ortsausgang Teschendorf bis zum Grüneberger Knick. Hier haben sich Spurrillen gebildet. Örtlich ist, wie an den Dellen zu merken, auch die Fahrbahn abgesackt. Aussagen, ob dort die Tragfähigkeit noch gegeben ist oder eventuell schwerwiegendere Arbeiten ausgeführt werden müssen, können erst gegeben werden, wenn gebaut wird, so der Hinweis von Otte. Begonnen wird mit den Arbeiten erst, wenn die im Ortszentrum erledigt sind, so die gute Nachricht des Planers. Die schlechte: Eine Alternative zur Vollsperrung in dem Streckenabschnitt gibt es nicht. Mit einen Bauzeit von zwei bis drei Wochen rechnet Otte. Geplant ist zudem, die Arbeiten zu nutzen, um die Rampen des Fahrradweges zur Brücke instandzusetzen, da auch die abgesackt sind.
4. Bauabschnitt
Er umfasst den Streckenabschnitt vom Grüneberger Knick bis nach Löwenberg. Dort wird nur die vier Zentimeter dicke Verschleißschicht abgefräst und eine neue aufgebracht. Als Bauzeit werden zwei Wochen veranschlagt.
Die Umleitung des Verkehrs erfolgt während der Bauarbeiten weiträumig von Nassenheide über die L 213 nach Freienhagen und Neuholland bis zur Hamburger Kreuzung und dann über die B 167 und Liebenberg sowie Neulöwenberg bis nach Löwenberg. Kraftfahrer im Durchgangsverkehr müssen mit rund 15 Kilometern Umweg und rund 15 bis 20 Minuten mehr an Fahrzeit rechnen. Für die Teschendorfer gibt es vom LS den Hinweis, dass ein Durchfahren der Baustelle nicht möglich sein wird. Für Rettungskräfte und Feuerwehr werde dies jedoch, soweit technologisch möglich, sichergestellt. Die Anlieger müssen sich darauf einstellen, dass durch die Fräs– und Asphaltarbeiten die Grundstücke für mindestens vier bis sieben Tage nicht erreichbar sind und die Fahrzeuge anderenorts abgestellt werden müssen.
Sofern die Planungen erstellt sind und die Kontaktverbote gelockert werden, will der Landesbetrieb die Planungen öffentlich vorstellen. Ein Termin wird schnellstens mitgeteilt. Sollten Sie Fragen haben, so können Sie diese per Mail unter lokales@oranienburger-generalanzeiger.de stellen. Wir leiten diese an den Landesbetrieb Straßenwesen weiter und berichten darüber.


