Pünktlich um 11 Uhr werden am Donnerstag die Sirenen heulen. Der gemeinsame Aktionstag von Bund und Ländern, den auch der Landkreis Oberhavel unterstützt, hat zum Ziel, die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren, Funktion und Ablauf der Warnung besser verständlich zu machen und auf die verfügbaren Warnmittel aufmerksam zu machen. Neben den Sirenen werden sämtliche Warnmittel wie Warn-Apps und digitale Werbeflächen erprobt.

Warntag soll zur Tradition werden

Es ist der erste bundesweite Warntag. „Er dient dazu, das Wissen um die Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit zu unterstützen“, heißt es aus dem Landratsamt. Der Warntag soll künftig jährlich immer am zweiten Donnerstag im September durchgeführt werden.
Neben der Aktivierung der kostenlosen Warnapps, zum Beispiel „Nina“, werden die 102 im Landkreis Oberhavel existierenden Sirenen aktiviert. Das Signal „Probealarm“ kommt von der Integrierten Regionalleitstelle NordOst. Die Sirenen können von dort per Digitalfunk angesteuert werden. „In den Gemeinden Mühlenbecker Land und Leegebruch sowie in der Stadt Hohen Neuendorf sind die Sirenen nicht mehr flächendeckend vorhanden“, teilte Kreissprecherin Ivonne Pelz auf Nachfrage mit.

Wer entscheidet, ob es eine Sirene gibt?

Die Städte und Gemeinden als Träger des örtlichen Brandschutzes würden über die Alarmierung der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr entscheiden. „Dies kann durch die Digitalen Meldeempfänger, aber auch durch die Sirene erfolgen.“
Sirenen gelten vor allem nachts als zuverlässiges Warnmittel. Ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind. Pelz: „Die Sirenen können nur kundtun, dass eine Gefahr im Verzug ist. Die Bevölkerung kann sich dann über Rundfunk, Radio und Handy genauer informieren.“ Über das Mobiltelefon sei das zum Beispiel über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes (Nina) möglich.