Die Messen sind zwar noch nicht alle gesungen, doch der Prüfauftrag an die Oranienburger Stadtverwaltung wurde mit dem einstimmigen Votum der drei anwesenden Schmachtenhagener Ortsbeiratsmitglieder erteilt. Die Verwaltung soll prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Gemeinde den Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) verlassen kann. Ausschlaggebend dafür sind die seit Jahren bekannten Probleme bei der Bereitstellung von Trinkwasser in Zehlendorf, Schmachtenhagen und Wensickendorf.

Zu geringer Druck in den Wasserleitungen und Probleme bei der Abfuhr der Sammelgruben

Vor allem wenn im Sommer bei hohen Temperaturen zusätzlich das Wasser auch noch zur Gartenbewässerung genutzt wird, haben die Abnehmer an der Peripherie des Leitungsnetzes oft Problem mit dem Druck. Das Problem ist, dass für die Mengen an Wasser dann die Querschnitte der Rohre einfach zu klein sind. Die Lösung wäre die Erneuerung des Leitungsnetzes, was in der Konsequenz jedoch auch zur Verteuerung der Preise führen würde.
Der andere Schwachpunkt beim NWA ist die Abfuhr der immer noch vorhandenen Sammelgruben, die nun sogar in die Kündigung des Abfuhrunternehmens mündete. Die Zusammenarbeit wird zum 1. Januar beendet, parallel läuft die Ausschreibung, um einen Alternativanbieter zu finden.

Vergleich von Service und Preisen

Die Häufung all dieser Probleme endete nun in der Überlegung der Kommunalpolitiker, dass es ein anderer Anbieter, in dem Fall die Oranienburger Stadtwerke, vielleicht besser machen können. Eben das soll nun geprüft und vor allem mit Zahlen, also auch mit einer Preiskalkulationen, untermauert werden, um einen Vergleich anstellen zu können.

Beirat lädt Vertreter des NWA zur nächsten Sitzung ein

Dass der NWA noch nicht aus dem Rennen ist, dafür steht die Einladung an die Vertreter der Geschäftsleitung und der Verbandsversammlung, um über die Probleme zu sprechen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Das soll bereits im Verlauf der nächsten Beiratssitzung erfolgen.
Die Kollegen des Zehlendorfer Ortsbeirates hatten dem Prüfauftrag an die Stadtverwaltung bereits am Dienstag zugestimmt.