Wasserqualität: Oberhavels Gesundheitsamt mahnt zur Vorsicht beim Baden in der Ostsee

Einmal im Monat lässt das Gesundheitsamt des Landkreises die Badewasserqualität in Oberhavel überprüfen.
Landkreis OberhavelZuletzt waren die Badewasserkontrolleure nach Auskunft der Kreisverwaltung am 29. und 30. Juli unterwegs. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht. „Die mikrobiologischen Ergebnisse waren erneut unauffällig“, heißt es in der Pressemitteilung. Einen Grund zur Beanstandung habe es nirgendwo gegeben.
Die Temperaturen lagen zwischen 23,3 Grad Celsius im Stolpsee in Himmelpfort und 26,4 Grad Celsius im Grabowsee bei Friedrichsthal. „Bis auf kleine Ausnahmen waren auch die Sichttiefen gut“, heißt es aus dem Landratsamt. Mit 20 Zentimetern wurden im Kleinen Wentowsee in Seilershof und im Großen Wentowsee in Marienthal die geringsten Sichttiefen gemessen. „Im Rettungsfall können geringe Sichttiefen ein Risiko darstellen.
Optisch wurde an einigen Badegewässern eine Algenbildung festgestellt. „Bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung kann diese weiter voranschreiten. Badegäste sollten daher vor Ort unbedingt auf die Wasserqualität achten und nicht dort baden, wo sie ihre Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sehen können“, empfiehlt das Gesundheitsamt.
Urlaubern, die es in diesem Sommer noch an die Nord– oder die Ostsee zieht, wurde aber zur Vorsicht geraten. Das Gesundheitsamt erklärte, „dass es im Meerwasser bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius zum massenhaften Auftreten von Vibrionen kommen kann“. Diese Bakterien könnten schwere Wundinfektionen mit lebensbedrohlichen septischen Erkrankungen“ verursachen. „Besonders gefährdet sind Personen mit chronischen Grundleiden — zum Beispiel Lebererkrankungen, Alkoholabhängigkeit, Diabetes — oder mit einer Immunschwäche. Angehörige dieser Risikogruppen sollten den Kontakt offener Wunden mit Salzwasser vermeiden.“
