Die Vorbereitungen für den Wiederaufbau der Schleuse Friedenthal in Oranienburg laufen weiter auf Hochtouren. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Zufahrten von der Havel und dem Oranienburger Kanal nach möglichen Bomben abgesucht wurden, soll in diesem Jahr auch die Kamfpmittelsuche im Bereich der künftigen Schleuse erledigt werden. Dafür seit Dienstag Freischneidearbeiten vor Ort durchgeführt, teilte die Stadtverwaltung mit.

Helikopter bei Baumfällungen im Einsatz

Ab dem 18. Januar werden außerdem einige Bäume gefällt. Dafür soll auch ein Hubschrauber eingesetzt werden. Während dieser Zeit werden die Wasserwege im Umfeld der Schleuse gesperrt, so die Stadtverwaltung. Davon betroffen werden der Ruppiner und der Oranienburger Kanal sowie die Havel sein.
Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 21. Januar abgeschlossen sein. Einschränkungen wird es in dieser Zeit lediglich für Spaziergänger und Radfahrer geben. Sie werden gebeten, den Bereich an den betreffenden Tagen zu meiden.

Eröffnung der neuen Schleuse 2023 geplant

Die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Schleuse sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die Eröffnung ist bislang im Frühjahr 2023 vorgesehen.
Gut 8,2 Millionen Euro werden in die Reaktivierung der Schleuse, die 1879 gebaut und 1959 zugeschüttet wurde investiert. 90 Prozent der Kosten übernimmt der Bund. Die Stadt Oranienburg wird mit rund einer halben Million an den Kosten beteiligt. Ziel ist, Freizeitschiffer zwischen Berlin und den Ruppiner Gewässern künftig über die Havel wieder direkt durch Oranienburg zu führen. Bislang müssen Wassertouristen über die Schleuse Pinnow und den Oranienburger Kanal ausweichen.