Bund und Länder seien bereit, die Wasserstraßen für Freizeitzwecke auszubauen um so den Wassertourismus zu fördern. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion kamen unter anderem Stimmen aus dem Ruderverband und dem Deutschen Olympischen Sportbund zu Wort: "Wir warten schon seit Jahren darauf, dass endlich was passiert, dass ein Masterplan kommt," so ein Zuschauer. Der Wassersport sei im Blick der Behörden, so Martin Linsen vom Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg.
Was den Bau und die Sanierung von Schleusen im Land betrifft waren einige der Teilnehmenden besorgt über den mangelhaften Zustand. Seitens der Verwaltung wurde dies damit begründet, dass private Baufirmen nicht in der Lage waren, die Schleusen ordnungsgemäß zu bauen. "Die Privatwirtschaft hat versagt", sagte Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Ferlemann fügte hinzu, dass die Verwaltung künftig die Bauherrschaft übernehmen müsse, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. "Dieses Problem ist eine selbstgemachte Misere. Es wurden zu wenige Sanierungsmaßnahmen überhaupt beauftragt", sagte Caroline Boehnke von der Spree Marine GmbH. Sie beklagte vor allem die schlechte Kommunikation zwischen der Verwaltung und privaten Wassertourismus-Unternehmen vor Ort, die im letzten Jahr zu oft vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.
Als die Sperrung der Schleuse in Zaaren mitten in der Hauptsaison stattfand, fühlten sich diese Unternehmer von den Behörden allein gelassen, so Boehnke. Die Verbesserung der Kommunikationskette hat Witte an die erste Priorität gerückt, die Regionalkonferenz sei ebenfalls ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. "Der Rückblick hilft aber jetzt nicht weiter. Wir müssen so schnell wie möglich handeln und aus dem Blick zurück lernen", sagte Witte. Bis Ostern will das Bundesministerium den Prozess für die Entwicklung eines ganzheitlichen Masterplans in Gang setzen, sagte Gesa Schwoon, Referatsleiterin für das Management von Nebenwasserstraßen. "Die Potenziale des Tourismus sind längst nicht ausgeschöpft", so Schwoon zum Abschluss. In einem Jahr soll es eine zweite Regionalkonferenz geben, bei der die Bilanz gezogen wird.