Wetter
: Wie ein Waldbesitzer seinen Forst vor Bränden schützt

Der Privatwaldbesitzer Otto-Rüdiger Schulze lässt vorsichtshalber zwei Brunnen anlegen und Schneisen rund um Neuendorf schieben.
Von
Jürgen Liebezeit
Neuendorf
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Otto-Rüdiger Schulze (r.)  und Norman Schulze kontrollieren einen der zwei neuen Löschwasserbrunnen im eigenen Wald. Der Neuendorfer bereitet sich mit dem Bau der Anlagen auf einen möglichen Waldbrand vor.

Jürgen Liebezeit

Zum einen hat er zwei Löschwasserbrunnen in seinem Waldgebiet anlegen lassen. 28 000 Euro plus viel Eigenleistung hat er investiert. Zwar hätte er dafür Fördergelder vom Land beantragen können.  „Aber allein das Ausfüllen der Anträge ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Norman Schulze, der als Förster für Otto-Rüdiger Schulze arbeitet. Zudem wäre das Geld für den Neuendorfer viel zu spät geflossen. „Wir wollten mit allem im Frühjahr fertig sein“, sagt er. „Das Wichtigste bei einem Waldbrand ist es, schnell viel Wasser zur Verfügung zu haben“, erklärt er die Baumaßnahme.

Die Brunnen können pro Stunde fast 70 Kubikmeter Wasser liefern. Weiter hat er rund um Neuendorf einen drei Kilometer langen Brandschutzstreifen angelegt. Der soll verhindern, dass ein Feuer sich ausbreitet. Die Betriebswege in seinen Wald hält er ebenso in Schuss. „Es ist besser, diese Streifen anzulegen, bevor es brennt“, erklärt der Neuendorfer, der selbst am Waldrand wohnt. Schulze hat in Südafrika, wo er eine Farm betreibt, auch ein spezielles Einsatzfahrzeug zur Feuerbekämpfung bestellt. „Damit haben wir dort gute Erfahrungen gesammelt“. Ab Waldbrandstufe 4 wird der Wald zudem von seinen Mitarbeitern kontrolliert.