Wiedereröffnung der Turm Erlebniscity: Badespaß vertreibt Corona-Frust
Den Corona-Regeln folgend, dürfen nun zeitgleich nur 440 Besucher ihren Spaß haben. Für das Sportbad gilt eine Obergrenze von 46 Schwimmern. Entsprechend der neuen Umgangsverordnung im Land Brandenburg wird das bis zum 16. August so bleiben, falls keine neue Corona-Welle Oranienburg überschwemmt. „Wir haben alles für die Sicherheit getan. Nun ist es an jedem einzelnen Besucher, durch Abstand und Hygiene Verantwortung zu übernehmen, damit endlich wieder ein gewisses Maß an Normalität einziehen kann“, mahnt der stellvertretende Bürgermeister Frank Oltersdorf.
Die Besucher, die schon vor 9 Uhr vor dem Haus warten, halten sich an die Regeln und beachten die Abstände. Auch eine gewisse Vorfreude über die Wiedereröffnung ist ihnen anzumerken. Es ist von 500 Gästen die Rede, die zuvor reserviert haben. Maskottchen Falko tanzt an der lockeren Reihe entlang und wird fröhlich begrüßt. Durch die Filmchen während der Schließzeit ist das Maskottchen offenbar überall bekannt. Nur einige ganz Kleine verstecken sich lieber hinter den Eltern als zurückzuwinken.
Bei diesem fröhlichen Bild könnte man fast vergessen, was für eine schwierige Zeit hinter der Stadtservice Oranienburg liegt. Rettungsschwimmer und Trainer können nicht im Home-Office arbeiten, und das große Haus schluckt weiter Energie- und Unterhaltskosten. Zugleich blieben die Einnahmen aus. Ralph Bujok, Vorsitzender der Oranienburg Holding, lässt die Dramatik der Ereignisse noch einmal lebendig werden: „Niemand soll entlassen werden. Unter dieser Prämisse konnten sich Geschäftsleitung, Justiziarin und Betriebsrat in weniger als zwei Wochen auf eine Betriebsvereinbarung einigen.“ Es seien konstruktiv geführte Verhandlungen gewesen. "Das ist keineswegs selbstverständlich in so einer Krise“, fügt Bujok hinzu. Dennoch sei es für die meisten Mitarbeiter eine bittere Zeit gewesen, teilweise zwei Monate auf Kurzarbeit Null gesetzt gewesen zu sein. Nun ist die Freude groß. „Wir sind ausgebucht. Unsere Stammkunden haben genauso auf uns gewartet wie wir auf sie“, sagt Kosmetikerin Melanie Höschele. Und aus dem Schwimmbad dringt endlich wieder Kinderlärm.
Wesentlich ruhiger ging es im Aqua-Stadtbad zu. „Ist es voll?“, fragt ein Hennigdorfer an der Eingangstür. Beruhigt kann er feststellen: Bis zum Mittag ist er gerade einmal Eintrittszahler Nummer 24. Weitere Auskünfte waren vom Badepersonal auf Anweisung der Stadtwerke als Betreiber des Bades nicht erhältlich.
Infokasten
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.
Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel




