"Bei der unteren Bauaufsichtsbehörde ist hierzu kein aktueller Vorgang zu dem betreffenden Grundstück registriert", informierte Kreissprecherin Constanze Gatzke auf Nachfrage. Sie schließt allerdings nicht aus, dass eine telefonische oder noch nicht registrierte schriftliche Anzeige vorliegt. Das werde derzeit im Fachbereich geprüft. Sicher ist: Auch der Kreis will sich einen Überblick über die mutmaßlich nicht genehmigten Bautätigkeiten verschaffen. "Es wird zeitnah eine Vor-Ort-Besichtigung geben, um zu schauen, ob gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht", so Constanze Gatzke.
Gundula Klatt und Ortsbeiratsmitglied Ulrich Rack (BfO) wollten sich vor Ort selbst ein Bild machen, um für den nächsten Ortsbeirat vorbereitet zu sein, falls Fragen aufkommen. "Wir müssen das dort rechtfertigen", sagte Rack. "Wenn alles okay ist, dann ist gut, aber uns hat das überfallen", sagte er über die Bautätigkeiten. Karsten Bohne von Kemna-Bau erklärte den Hintergrund der Bautätigkeiten. Mit dem Eigentümer der Fläche des Tennisplatzes sei ein Mietvertrag geschlossen worden. Kemna-Bau hat ein Areal aufgeschottet, um Platz zu schaffen für neun Wohncontainer, neun Wohnwagen, einen Sanitärtrakt und einen doppelten Aufenthaltscontainer. Gedacht sind die "fliegen Bauten, die nach unserer Erfahrung bisher keine Genehmigung brauchten", so Bohne, für 18 Bauarbeiter. Er warte aber jetzt die Einschätzung der Bauaufsicht des Landkreises ab. Das müssen ferner die Ortsbeiratsmitglieder. "Es soll alles niet- und nagelfest sein", sagte Gundula Klatt, die auf eine schnelle Aufklärung hofft. Bevor das nächste Problem in Bärenklau hochkochen kann.