Wohnen: DDR-Abriss und Wohnungsbau auf dem alten DHL-Gelände
Der Investor Bonava aus Fürstenwalde errichtet auf der 75 000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Bahntrasse und der Straße Am Aderluch 187 Gebäude: 104 Doppelhaushälften, 70 Reihenhäuser und 13 Einfamilienhäuser. Insgesamt werden zwölf unterschiedliche Haustypen angeboten, die sich in den Grundrissen unterscheiden und zwischen 106 und 174 Quadratmeter Wohnfläche mit drei bis fünf Zimmern bieten. Es gibt Flach- und Satteldächer. Die Grundstücke sind zwischen 188 und 409 Quadratmetern groß. Die Preise reichen von 299 900 bis 419 900 Euro.
Erster Einzug noch dieses Jahr
„Die ersten sieben Häuser sind im Rohbau fast fertig“, sagt Projektleiter Felix Rathke. Insgesamt 38 Häuser seien verkauft, acht weitere reserviert. Die Käufer kämen aus Berlin, aber auch aus Oranienburg und der Umgebung. Bis zum Jahresende sollen die ersten Häuser fertig sein und bezogen werden. Insgesamt entstehen 56 Häuser im ersten von drei Bauabschnitten. Bis Ende 2024 soll das Baugebiet fertig sein: Mit Häusern, Straßen, Grünflächen und Spielplätzen. Und Felix Rathke bereitet sich schon auf das nächste Bonava-Projekt vor: Den Bau von 55 Wohnhäusern an der Robert-Koch-Straße ab 2021.
Das Besondere an der Baustelle: Die abschnittsweisen Arbeiten sind nebeneinander zu sehen: Während am nördlichen Ende schon der Innenausbau der fast fertigen Rohbauten vorbereitet wird, werden ein paar Meter weiter südlich die Bodenplatten für weitere Häuser gegossen. Noch einen künftigen Straßenzug weiter wird der Boden für noch mehr Häuser planiert. Südlich davon wurden bereits die Leitungen gelegt. Ein paar Schritte entfernt türmen sich Sandhügel. Und in Richtung der Straße Am Wald liegen Betonbrocken und Stahlschrott. Ein Drittel der einst 24 000 Quadratmeter großen Halle der DDR-Staatsreserve steht noch. Von den insgesamt sieben Gebäuden stehen noch die Garage, der entkernte Verwaltungstrakt, das Heizhaus und das Pförtnerhäuschen, das immer noch besetzt ist. Die Baustelle wird bewacht, nicht nur gegen Diebstahl.
Neugierige Besucher
„Es kommen immer wieder neugierig, die das Gelände sehen wollen“, sagt Felix Rathke. Die Baustelle dürfe aber nicht besichtigt werden, das sei zu gefährlich. Doch schon zu DDR-Zeiten weckte das noch immer von einer Betonmauer umgebene Gelände die Neugier. Für schwierige Zeiten wurde hier ein Teil der DDR-Staatsreserve gelagert und bewacht. In den vergangenen Jahren wurden die Hallen von der Deutschen Post DHL Group Berlin genutzt. Das Unternehmen ist vor einem Jahr nach Kremmen gezogen.
Bevor nun die ersten Bewohner ans Aderluch ziehen, muss zunächst eine Lärmschutzwand an der Bahnstrecke hochgezogen werden. Das sei im Bebauungsplan so festgelegt worden, so Rathke. „Wir hoffen, dass wir im März oder April die Genehmigung bekommen und mit der Errichtung beginnen können.“ Die acht Meter hohe Wand werde begrünt, so Rathke. Er hoffe, dass für die Straße Am Aderluch Tempo 30 eingeführt werde, damit es im Wohngebiet ruhiger werde.
Erschlossen wird das Areal über zwei Zufahrten vom Aderluch. Die Verbindung zur Straße Am Wald verschwindet.


