Günstige Mietwohnungen sind knapp. „Und Oranienburg wird oft aufgefordert, sich daran zu beteiligen, günstige Wohnungen zu bauen“, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) am Freitag bei der Grundsteinlegung in der Weißen Stadt. „Bauen sie schnell!“, rief Laesicke den Verantwortlichen zu. Dann wurde eine Kartusche mit Zeitungen, Münzen und Informationen über die Woba in den Grundstein gesetzt und verschlossen. Der Bürgermeister und der Woba-Chef wünschten den Bauleuten gutes Gelingen.

Bezugsfertig im Juni 2022

Die Woba hat bereits im Juli mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Eigentlich war der Baubeginn für Frühjahr 2021 geplant. Nun stehen schon die ersten Wände auf den Bodenplatten von insgesamt vier Häusern mit 56 Wohnungen. Im Juni 2022 sollen die 19 Zwei-Raum-, 25 Drei-Raum- und zwölf Vier-Raum-Wohnungen bezugsfertig sein.
Die sechs Häuser des ersten Bauabschnitts sollen dann schon komplett bezogen sein, sagte Woba-Geschäftsführer Bernd Jarczewski. Ab März 2021 sollen dort die ersten Wohnungen fertig sein. Ein dritter Bauabschnitt ist in Planung.
Dem Wunsch, schnell zu bauen, ist die Woba also längst nachgekommen. Dennoch führte der vorgezogene Start des zweiten Bauabschnitts zu internen Konflikten zwischen Woba und Oranienburg Holding, die in der vergangenen Sitzung des Untersuchungsausschusses ausführlich von der früheren Projektleiterin Marianne Kordecki beleuchtet wurden. Kordecki nahm wegen der Konflikte den Hut. Jarczewski sollte bereits im April wegen eines angeblichen Vergabefehlers abgesetzt werden. Der von Holdingchef, Bürgermeister und Aufsichtsrat geplante Rauswurf scheiterte am Votum der Stadtverordneten. Jarczewski hat nun auch die Projektleitung für die Weiße Stadt übernommen.
Der zweite Bauabschnitt kostet 15 Millionen Euro. Davon sind 3,6 Millionen Euro Eigenmittel der Woba. 11,4 Millionen Euro sind Förderungen des Landes sowie Darlehn.