Wohnungsbau
: Neuer Name: Wohnen ohne Speicher

Investor TAS streicht den alten Speicher aus der Bezeichnung seine Bauvorhabens an der Lehnitzstraße. Die Hamburger wollen den denkmalgeschützten Getreidespeicher abreißen.
Von
Klaus Grote
Oranienburg
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Der Speicher ist auf der Darstellung noch zu sehen, wird aber nicht mehr im Namen genannt.

Klaus D. Grote

Die Veränderung gilt auch für die Homepage der TAS. Dort heißt es lediglich: „Neben dem Neubau des Wohnquartiers wird der ebenfalls auf dem Grundstück befindliche und denkmalgeschützte Getreidespeicher in einem weiteren Projekt der TAS KG entwickelt.“

Wie berichtet, hat der Investor gegen den Bescheid der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis widersprochen. Das Amt hatte den Antrag auf Abrissgenehmigung zuvor abgelehnt. Die Eigentümer halten Umbau und Sanierung des Stahlbetonbaus für unwirtschaftlich. Stadt und Kreis halten dagegen: Die Neubauten mit insgesamt 264 Mietwohnungen und der Speicherumbau müssten wirtschaftliche gemeinsam betrachtet werden. Die TAS beruft sich darauf, dass zwei ihrer Gesellschaften Eigentümer zweier Grundstücke seien. Sie hat als Alternative zum Abriss eine Beteiliguing der Stadt am Umbau vorgeschlagen. Das lehnt die Stadt bislang ab.

Die Neubauwohnungen rund um den Speicher sollen bis Jahresende fertig sein und ab erstem Quartal 2021 vermietet werden.