Eine Premiere war am Samstag auch die Teilnahme des Katastrophenschutzes des Landkreises und des Rettungsdienstes der Havelland-Kliniken, die jeweils eine der insgesamt sieben Ausbildungsstationen betreuten. Das übergreifende Thema war in diesem Jahr mit "Brandbekämpfung" überschrieben. An Station 4 an der grünen Badestelle wurden verschiedene Angriffstechniken zur Brandbekämpfung besprochen.
"Bei großen Schadenslagen fährt das große Einsatzleitfahrzeug mit in die Gemeinden raus", erklärte Kamerad Hohm vom Katastrophenschutz. "Unser Lkw bietet neben mehreren Leit- und Koordinierungsplätzen mit moderner Computer- und Funktechnik und einem Besprechungsraum auch eine autarke Energieversorgung durch den Stromgenerator." An dieser Station wurden Maßnahmen zur Organisation und Abschnittsbildung bei Großeinsätzen besprochen.
An Station 3 vermittelten Notfallsanitäter unter anderem Kenntnisse in der Erkennung von Behandlung von Verbrennungen verschiedenen Grades.
Beeindruckende Bilder von Wasserfontänen am Seeufer sah man an der Station zur Bildung einer Wassergasse im Brandfall und an Station 1 ("Lange Wegstrecke"). Welche verschiedenen Arten von Pumpen die Feuerwehr einsetzt, wurde an Station 7 behandelt. Mit Tauchpumpen kann an einem Gewässer auch Löschwasser gefördert werden. "Eine genormte Tauchpumpe kann 400 Liter Wasser pro Minute fördern", so Ausbilder Adrian Huxdorf. Auf dem Ferchesarer See wurde derweil mit dem Schlauchboot der Ferchesarer Kameraden die Rettung eines im Wasser Verunglückten geübt.
Zur Mittagspause hatte der Lieper Kamerad Ralf Lorenz mit seiner Gulaschkanone seinen Einsatz. Seine liebevoll und frisch gekochten 110 Liter Soljanka kamen bei den Kameraden und Kameradinnen sehr gut an.
Nach rund sechs Stunden Ausbildung begann der Rückbau der Technik. "Der See bot uns ganz neue Möglichkeiten an Ausbildungsthemen. Ebenso die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Katastrophenschutz des Landkreises und dem Rettungsdienst der Havelland-Kliniken", freute sich der stellvertretende Amtsbrandmeister, Adrian Huxdorf, der diesen Nennhausener Ausbildungstag leitete. "Die Kameraden sind mit dem nun angeeigneten Wissen besser auf ihre Einsätze vorbereitet. Ich bin mit dem Ausbildungstag zufrieden. Und wenn Einwohner, die uns bei der Ausbildung zuschauen, sich entscheiden die Freiwilligen Feuerwehren in ihrem Ort zu verstärken, wäre das ein schöner Nebeneffekt."