Ausgezeichneter Dokumentarfilm: Born in Evin

Born in Evin - Dokumentarfilm von und mit Maryam Zaree läuft im Havelland.
FilmverleihWeltpremiere feierte der Film bereits 2019 bei der Berlinale und gewann dort den Perspektive Kompasspreis für den besten Film. Neben weiteren nationalen und internationalen Preisen, ist der Film in der Vorauswahl für den diesjährigen Deutschen Filmpreis Lola in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.
1979 wurde der Shah und die damalige iranische Monarchie gestürzt. Zu jenem Zeitpunkt war Evin, im Norden Teherans bereits mit Häftlingen überfüllt. Der neue religiöse Führer, Ayatollah Khomeini, ließ nach seiner Machtergreifung zudem Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Darunter waren auch die Eltern von Zaree. Beide überlebten ihre jahrelange Inhaftierung. 1983 wurde die Regisseurin in diesem Gefängnis geboren. Lediglich eine Panikattacke bei einer Auslandsreise, als Zaree Koranverse hörte, gab Aufschluss auf Erlebtes in jüngster Kindheit. Im Gefängnis seien diese ununterbrochen abgespielt worden. „Maryam Zaree stellt sich dem jahrzehntelangen Schweigen und geht den eigenen Fragen nach dem Ort und den Umständen ihrer Geburt nach. Sie trifft andere Überlebende, spricht mit Experten und sucht nach Kindern, die wie sie im gleichen Gefängnis geboren wurden. Dabei versucht sie Antworten zu finden auf ihre persönlichen wie politische Fragen“, heißt es in der Beschreibung zum Film durch die Produktionsfirma Tondowski Films.
Die Havelländer können den Film in zwei Sondervorstellungen auf Spendenbasis im April sehen. Am Samstag, 4. April wird der Film um 18.00 Uhr in Liepe, im großen Saal der Alten Scheune gezeigt sowie am Sonntag, 5. April, 17.00 Uhr in Paulinenaue, im Raum der Freiwilligen Feuerwehr. Im Anschluss an den Film wird es jeweils ein Filmgespräch mit den Produzenten, Ira und Alex Tondowski, geben. In Liepe findet dieses im Restaurant Alte Brennerei statt.