Die Energiepreise explodieren. Auch Wohnungsmieter und -vermieter bekommen das zu spüren. Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR), mit rund 3.000 Wohneinheiten größte Vermieterin in der havelländischen Kreisstadt, versendet nun schlechte Nachrichten in die Haushalte. Laut KWR-Geschäftsführer Danny Harwardt zieht das Unternehmen die Abrechnung der Betriebs- und Heizkosten von 2021, die eigentlich erst im Herbst erfolgen sollte, nun vor.

Bei KWR in Rathenow Nachzahlungen in Raten begleichen

Harwardt begründet das mit dem enormen Anstieg der Kosten für die Wärmeversorgung. Die Abrechnungen, die vom 8. bis 15. Juli 2022 die Haushalte erreichen, weisen größtenteils Nachzahlungen aus. „Teilweise sind die Nachzahlungen so hoch, dass einige Mieter nicht in der Lage sein werden diese in einer Summe zu bezahlen“, so Harwardt weiter. „Sollten Mieter durch eine erhöhte Nachzahlung in finanzielle Schwierigkeiten gelangen, bittet die KWR diese, sich mit den Mitarbeitern im KWR-Kundencenter in Verbindung zu setzen, um gemeinsam eine Ratenzahlung zu besprechen.“
Als noch gravierender bezeichnet der Geschäftsführer die erforderlichen Erhöhungen der Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten für den Abrechnungszeitraum 2022. Diese können sich teils sogar verdoppeln. Diese Kostenanpassungen seien dringend notwendig. Harwardt weist darauf hin, dass diese Gelder freilich nicht bei der KWR verbleiben, sondern zur Bezahlung der laufenden Kosten dienen.