Am Abend des 9. März 2022 wurde um 19.59 Uhr Alarm ausgelöst bei der Feuerwehr in Rathenow. Laut Angaben von Einsatzleiter Oliver Lienig brannte eine rund 3.000 Quadratmeter große Lagerhalle im Falkenweg. „Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, solch einen Brand hatten wir schon seit über zehn Jahren nicht mehr“ , so Lienig.
Die Feuerwehr hatte Vollalarm ausgelöst. Lienig forderte zwei zusätzliche Drehleitern und Kräfte aus Premnitz, Nennhausen, Rhinow und dem Milower Land an. Rund 100 Einsatzkräfte waren sodann mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Löschbrunnen genügten nicht, Schlauchstrecken von insgesamt drei Kilometer Länge gelegt

Die Löscharbeiten wurden um so komplizierter, als das Hallendach einstürzte. Zudem genügten die vorhandenen Löschbrunnen nicht, um einen Brand dieses Ausmaßes zu bekämpfen. Es musten Schlauchstrecken mit einer Gesamtlänge von rund drei Kilometer gelegt werden. Die Löscharbeiten dauerten bis gegen 3.00 Uhr, dann begann die bis dato andauernde Brandwache.
Diese wird wohl bis Sonntag dauern, wie Lienig am Donnerstag vor Ort vermutete. Rund um die Uhr werden 20 Feuerwehrleute an der Brandwache beteiligt sein. Der Einsatzleiter richtet einen Dank an Firmen in der näheren Umgebung und das THW, die die Feuerwehr mit Räumtechnick unterstützten. In der Lagerhalle verbrannten tonnenweise Stroh und Getreide, ebenso diverse Verpackungsmaterialien sowie ein Fahrzeug. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.