Bacchus (alias Andreas Przibilla) passt nicht ins Anti-Corona-Hygienekonzept für das Rathenower Weinfest 2020. Für den in den Vorjahren mit 60-Liter-Fass umher wandelnden Weingott gibt es diesmal keine Verwendung. Veranstalter Manfred Rücker bedauert, dass die Leute ihren Bacchus vornehmlich mit kostenlos ausgeschenktem Wein in Verbindung bringen würden.

Diesmal kein kostenloser Wein in Rathenow

Damit das City-Weinfest überhaupt am 24. und 25. Oktober (verkaufsoffener Sonntag) gefeiert werden kann, hat Rücker der Stadtverwaltung ein Hygienekonzept vorgelegt. Es orientiert sich an den Erfahrungen, die er mit seinem dezentralen Kleinkunstfestival im September sammelte. Das Konzept ist genehmigt. Wobei die Veranstaltung freilich kurzfristig noch abgesagt werden kann, sofern sich die Corona-Lage in und um Rathenow dramatisch ändern sollte.
Wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenpakets für das Weinfest ist die Streichung des sonst in Geschäften ausgeschenkten Rebensafts. Wein gibt es diesmal nur an den Ständen unter freiem Himmel - aber nirgends kostenlos! Wo der Mindestabstand der Besucher von 1,50 Meter untereinander nicht gewährleistet ist, herrscht Maskenpflicht. Durchsagen dazu gebe es per Megafon, so Rücker.

Ausschankschluss um 18 Uhr

Bühnen werden nicht aufgebaut, vor denen sich Menschentrauben bilden könnten. Aus Lautsprechern gibt es leise Hintergrundmusik. Da Bacchus nicht in Erscheinung tritt, kann sich auch keine Traube beim Anstich seines Weinfasses bilden. Das war ein aus den Vorjahren her bekanntes Bild. Die 60 Liter waren stets eine kostenlos ausgeschenkte Gabe des hiesigen Unternehmervereins. An beiden Veranstaltungstagen wird von 10.00 bis 18.00 Uhr gefeiert, sodann ist Ausschankschluss.