Anfang März 2020 gab es den ersten Corona-Fall im Landkreis Havelland. Die Gesamtzahl der  hier nachgewiesenen Infektionen bewegt sich aktuell auf 7.500 zu. Das bedeutet dann, dass sich im Laufe der zurückliegenden 20 Monate unter den rund 165.000 Havelländern jeder 22. nachweislich mit dem Virus infizierte.

Als die erste Welle ins Havelland übrschwappte

In der Rückblende war die erste Welle wohl kaum mehr als ein Überschwappen. Bis zum 9. Mai 2020, es war die Phase erster Lockerungen nach dem ersten Lockdown, waren erst 165 Havelländer infiziert worden - also jeder Tausendste.
Die zweite Welle setzte im Herbst ein. Bis zum 2. November 2020 war es zu 538 Infektionen im Havelland gekommen. Es hatte binnen einer Woche 96 neue Covid-Fälle gegeben. Ab dem Tag waren Kultur, Sport und Gastronomie ausgesetzt. Das war noch ein Lockdown light im Bundesland Brandenburg.

Havelländische Inzidenz von 295,71 am 11. Januar 2021

Der harte Lockdown folgte zum 16. Dezember. Die Gesamtzahl der Infizierten war im Havelland inzwischen auf 1.694 gestiegen. Mit einer Inzidenz von 295,71 wurde am 11. Januar 2021 der vorläufige Höhpunkt des Infektionsgeschehens erreicht. 2.949 Havelländer hatten sich bis dahin infiziert.
Die dritte Welle setzte im März 2021 ein. Bis zur zweiten Mai-Woche gab es schon mehr als 6.000 Infektionen. Der harte Lockdown dauerte bis Mitte Juni.

Aktuell vierte Welle, aber kein erneuter Lockdown zu erwarten

Momentan ist es die vierte Welle. Am frühen Montag lag die Gesamtzahl der Infektionen bei 7.420. Binnen einer Woche kam es zu 199 Neuinfektionen. Ein erneuter Lockdown ist aber nicht zu erwarten. Stattdessen soll am 25. November die bundesweit geltende „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ enden. Diese wurde im März 2020 erstmals  festgestellt und immer wieder - alle drei Monate - durch die Bundesregierung verlängert, zuletzt am 25. August 2021.

Gesundheitsminister plädiert für Ende des Ausnahmezustands in Deutschland

Im Kampf gegen das Corona-Virus wurde die Feststellung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ zur Voraussetzung für Eingriffe in die Grundrechte der Bürger. Die schwarz-rote Regierung erließ Corona-Verordnungen, die die Grundlage für Beschränkungen in den Bundesländern bildeten, so auch in Brandenburg.
Aktuell plädiert Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Ende des Ausnahmezustands. Die möglichen neuen Regierungspartner von SPD, Grünen und FDP tragen das mit, wollen aber durch Übergangsregelungen ermöglichen, dass weiterhin bundesweit einheitliche Regelungen bestehen.
Mehr Informationen zu Corona und den Folgen in Deutschland, Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.