Hoch- oder herunter gerechnet auf 100.000 Einwohner bildet die Sieben-Tage-Inzidenz die Zahl der Neuerkrankungen innerhalb einer Woche ab. Im Landkreis Havelland mit seinen offiziell 164.693 Einwohnern lag der Wert am Vormittag des 9. Dezember 2021 bei 411,1. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (Online-Dashboard) kam es binnen sieben Tagen zu 677 nachgewiesenen Corona-Infektionen.
Das klingt viel im Vergleich zum Landkreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein, für den 157 Fälle und eine Inzidenz von 93,9 vermeldet wurden. Damit hatte dieser Landkreis am Donnerstagmorgen die niedrigste Inzidenz in ganz Deutschland.

92 Einwohner Nordfrieslands starben, 211 im Havelland

Die nordfriesische Einwohnerzahl liegt mit 167.147 nur etwas über der des Havellands. Während zwischen Falkensee und Milower Land seit Pandemiebeginn im März 2020 insgesamt 10.758 Fälle nachgewiesen wurden, waren es in Nordfriesland 4.589.
Für diesen Landkreis lässt sich errechnen, dass bislang 2,75 Prozent der Bevölkerung von einer Infektion betroffen waren - beinahe drei von 100 Einwohnern. 92 Nordfriesländer starben an oder mit Corona. Im Havelland kam es zu 211 Todesfällen im Zusamnenhang mit Corona. Insgesamt 6,53 Prozent der Havelländer hatten sich bisher nachweislich mit Sars-Cov-2 infiziert.

Im Kreis Meißen 750 Todesopfer im Zusammenhang mit Corona

Indessen wird der sächsische Landkreis Meißen durch die bundesweit höchste Inzidenz geplagt, die laut RKI-Dashboard am Donnerstagmorgen bei 2.750,3 lag. Allein die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen einer Woche unter den 240.371 Einwohnern belief sich auf 6.611. Das heißt, hier infizierten sich in einer Woche 2,75 Prozent der Bevölkerung.

Berlin

Die Gesamtzahl der Fälle wurde mit 38.508 angegeben. Demnach waren seit März vorigen Jahres 16 Prozent der Einwohner des Landkreises Meißen infiziert worden - 16 von 100. Im Zusammenhang mit Corona sind dort inzwischen 750 Menschen gestorben.