Fernwärme für Brandenburg/Havel: Klaus Piefke: Keine weitere Tonne CO2 für Premnitz

Bürger informierten sich bei einer Veranstaltung der Stadtwerke Brandenburg/Havel über die Fernwärmetransportleitung zwischen Premnitz und Brandenburg/Havel.
Manuela Bohm„Es wird keine weitere Tonne CO2 mehr in Premnitz emittiert“, versicherte Dr. Klaus Piefke. Sein Unternehmen EEW verbrennt Abfälle. Dabei entsteht Wärme, die bisher von Premnitzer Unternehmen und als Fernwärme von privaten Haushalten genutzt wird. Die weitere entstehende Restwärme wird verstromt. Zukünftig soll Restwärme auch über eine Fernwärmetransportleitung nach Brandenburg/Havel in 12.000 Haushalte gebracht, die Kunden der dortigen Stadtwerke sind. Die Leitung, zirka 20 Kilometer lang, verläuft überwiegend unterirdisch entlang von Trassen der 110kV–Leitung von Brandenburg nach Rathenow und einer Gasleitung. Dabei beschreibt sie einen Bogen um Pritzerbe, verläuft zwischen Seelensdorf und der Havelstadt, um hinter Hohenferchesar entlang der Grenze zu einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Richtung Butterlake die Stadt Brandenburg zu erreichen.
Die zwei Rohre führen Wasser. Eines rund 130 Grad Celsius heißes, das andere kaltes Wasser. „Das Wasser wird entsalzt und unter Druck von rund 30 bar gehalten — so bleibt es auch über seinem eigentlichen Siedepunkt flüssig“, erklärt Thomas Laschinski, Leiter des Bereichs Wärme bei den Stadtwerken Brandenburg. Die Rohre messen etwa 35 Zentimeter im Durchmesser, sind gedämmt und werden rund 1,20 Meter tief in die Erde verlegt.
Steht die Leitung, der Bau kann unter Umständen 2021 beginnen, können die StWB ihr Heizkraftwerk, dass mit Erdgas befeuert wird, vom Netz nehmen. Regional werden dann 70.000 Tonnen CO2 weniger in die Luft emittiert.