FSV Optik Rathenow
: Regionalliga-Fußball bringt Rathenow weiterhin ins Fernsehen

Im berlinfernen Raum an der Unteren Havel erregt weiter offenbar allein der Fußball überregionales Interesse und  sorgt für TV-Einsätze.
Von
René Wernitz
Rathenow
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Fußball lebt von Emotionen, wie sie hier Benjamin Wilcke (mi.) freien Lauf ließ. Im letzten Spiel des Jahres 2019 hatte er zum 1:0 getroffen. Der FSV Optik Rathenow schoss noch zwei weitere Tore und gewann sein Heimspiel gegen Lichtenberg. Das war nicht im MDR zu sehen.

Nico Roesenberger

Das Stadtfest und verkaufsoffene Sonntage gehören dazu. Doch bietet das Mittelzentrum auch im Jahr fünf nach der BUGA kaum mehr Gründe dafür, dass sich TV-Kameras imagefördernd auf die havelländische Kreisstadt richten würden. Im berlinfernen Raum an der Unteren Havel erregt weiter offenbar allein der Fußball überregionales Interesse und  sorgt für TV-Einsätze.

Im Vorjahr Schlusslicht (Platz 18), überwintert der FSV Optik diesmal auf Rang 15 der Regionalliga Nordost. Spielt ein Verein aus dem Zuständigkeitsbereich des Mitteldeutschen Rundfunks  am Vogelgesang, reist auch ein MDR-Kamerateam ins Stadion. Zuletzt war das am 23. November der Fall. Der FSV Optik besiegte den Bischofswerdaer FV mit 1:0, weiter zu sehen auf www.mdr.de. Nächster TV-Auftritt ist laut vorläufiger Ansetzung der 16. Februar, wenn der 1. FC Lokomotive Leipzig nach Rathenow kommt. Freilich wird auch in bewegten Bildern berichtet, wenn die Havelländer eine Woche später beim FC Rot-Weiß Erfurt antreten.

Insgesamt acht Regionalliga-Vereine verschaffen Rathenow durch MDR-Berichterstattung eine gewisse TV-Präsenz. Daneben können sich im Fußballland Brandenburg nur Tabellenführer FC Energie Cottbus, der  SV Babelsberg 03 als Vorletzter und der FSV Union Fürstenwalde über gesteigerte Popularität freuen. Im Profibereich ab der 3. Liga kommt Brandenburg derzeit nicht vor, ab der fünften Liga läuft auch nichts beim MDR.

Erstaunlich gerade die Entwicklung der Unioner der  31.000-Einwohner-Kommune im Landkreis Oder-Spree. Als vormals feste Größe im unterklassigen brandenburgischen Fußball waren sie erst 2016 in die Regionalliga Nordost aufgestiegen. Gegenwärtig belegt Fürstenwalde Platz 6. Imagefördernd wirken Erfolge nicht nur für die Stadt, sondern insbesondere für den Trikotsponsor, das Wohnungsbau-Unternehmen Bonava. Beim FSV Optik prangt die Brandenburgische Boden, wenn Kameras auf Fußballer beim Torjubel gerichtet sind.