Himmelsereignis: Totale Mondfinsternis am Montagmorgen

Fotoreihe: Die zweite Hälfte der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli 2018.
PrivatEr kündigt eine totale Mondfinsternis an. Die letzte gab es im vorigen Sommer, genau am 27. Juli. Laut Becker hatte diese für großes Interesse in der Bevölkerung gesorgt, da sie zur besten Zeit an einem Freitagabend stattfand. Warmes Wetter hätte sein Übriges zum Vergnügen beigetragen. Zahlreiche Schaulustige hatten sich auch an der Sternenblick genannten Stelle in Parey (Amt Rhinow) eingefunden, um das Schauspiel durch Teleskope zu beobachten.
Fast genau ein halbes Jahr später folgt nun am 21. Januar die nächste sehr gut zu beobachtende totale Mondfinsternis über Deutschland. Das bedeute, so Becker, dass der Vollmond den Kernschatten der Erde durchquert und deutlich verfinstert wird. Während die astronomischen Bedingungen sogar besser seien als im vergangenen Sommer, werde wohl diesmal die Öffentlichkeit nicht so ein großes Interesse entwickeln, vermutet der Astrofreund. Als Gründe dafür nennt er den ungünstigen Zeitpunkt am frühen Montagmorgen sowie die frostigen Aussichten, die dicke Winterkleidung erforderlich machen werden. Er selbst lässt sich das Ereignis natürlich nicht entgehen. Er verfolgt das Geschehen am Himmel, auch wenn Wolken den Blick behindern, im heimischen Berlin.
Wie Thomas Becker erklärt, erfolgt der Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde um 4.33 Uhr. Die totale Verfinsterung beginnt um 5.41 Uhr. Der Mond erscheine dann als orangefarbene Kugel, so Becker. Das sei Sonnenlicht, welches durch die Erdatmosphäre in den Erdschatten gebrochen wird. Bis zur Mitte der Finsternis um 6.12 Uhr sei es noch komplett dunkel. Erst danach beginne die Dämmerung, die aber bis zum Ende der Totalität um 6.43 Uhr noch kaum in Erscheinung tritt, wie er weiter erläutert. Erst die letzte Phase der Finsternis, der langsame Austritt aus dem Kernschatten der Erde, sei unter immer heller werdendem Himmel zu beobachten und ende um 7.50 Uhr, kurz vor dem Untergang des Mondes. Becker: „Es ist übrigens für die nächsten rund zehn Jahre die letzte gut zu sehende totale Mondfinsternis über Deutschland. Ein Grund mehr, an diesem Tag mal etwas früher aufzustehen.“