Bis vor ein paar Monaten war Homeschooling noch ein Fremdwort. Nun gehört es zum Wortschatz von Schülern und Lehrern. Natürlich hat dieser Unterricht zu Hause seine Vorzüge – auch als Schüler in Rathenow man kann ausschlafen und dann arbeiten, wenn man Lust dazu hat.

Probleme mit Homeschooling

Doch birgt Homeschooling ein paar Probleme: Manche Schüler nehmen die Aufgaben nicht ernst und bearbeiten sie wenig bis gar nicht. Andere wiederum wollen fleißig die Aufgaben abarbeiten, verstehen manches aber nicht und können es sich von niemandem erklären lassen. Denn direkter Kontakt mit Lehrern und Mitschülern fehlt.

Lehrer kommen nun besser mit der Technik zurecht

Indessen hat sich der aktuelle Online-Unterricht im Vergleich zum ersten Lockdown im Frühjahr 2020 verbessert. Größtenteils kommen Lehrer mit den angebotenen Tools zum Aufgaben geben nun gut zurecht und können besser einschätzen, welche Menge oder Art an Aufgaben sie vergeben.

Schul-Cloud Brandenburg

Viele Schulen nutzen die vom Hasso-Plattner-Institut angebotene Schul-Cloud Brandenburg. Über diese können Aufgaben gegeben werden, deren Lösungen zur Kontrolle dort auch wieder hochgeladen werden. Außerdem sind Videokonferenzen möglich. Allerdings ist die Schul-Cloud gelegentlich überlastet. Zudem haben einige Schüler technische Schwierigkeiten im Umgang mit der Schul-Cloud und anderen Computerprogrammen.

Selbstständig PC-Kenntnisse erlangen

Zwar gibt es an vielen Schulen Informatik-Unterricht oder ähnliches, zum besseren Verständnis reicht dieser mitunter nicht aus. Denn für viele war das Arbeiten mit PC oder Laptop zuvor nie ein Thema. Jetzt müssen sich Schüler selbstständig erarbeiten, wie sie Texte am Computer verfassen, an Videokonferenzen teilnehmen oder Dateien verschicken. Dadurch wird rechtzeitiges Abschicken bearbeiteter Aufgaben noch komplizierter.

Aufgabenmengen und Abgabefristen

Ein weiteres Problem stellt die unterschiedliche Aufgabenstellung der Lehrer dar. Manche laden die Aufgaben für die ganze Woche zusammen hoch, andere für jede Wochenstunde extra. Wieder andere stellen am Ende der Woche für zwei Wochen ihre Aufgaben in die Schul-Cloud. Die Abgabefristen variieren stark: Mal soll man an einem Tag alles fertig haben, mal hat man einen Monat dafür Zeit. Für viele Schüler ist es schwierig, die Aufgaben organisiert abzuarbeiten. Diese haben etwa das Gefühl, dass es zu viele Aufgaben sind.

Hineinschauen können in die Klassen

Hier eine Lösung zu finden, die es allen Schülern recht macht, ist sicher schwierig, da jeder wohl andere Aufgabenverteilungen und Abgabefristen bevorzugen würde. Dennoch täte es sicher gut, wenn  Lehrer die Möglichkeit erhielten, in die jeweiligen Aufgaben der Klassen hineinschauen zu können, um Abgabefrist und Menge der Aufgaben insgesamt besser abschätzen zu können.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.