Die Lage am Freitag, 17. Dezember 2021, in den Havelland-Kliniken: 21 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, werden stationär behandelt. Von ihnen sind fünf auf intensivmedizinische Versorgung angewiesen. „Damit schlägt sich die deutschlandweit zu beobachtende Tendenz der vierten Pandemiewelle auch im Havelland nieder: Vor allem die intensivmedizinischen Kapazitäten sind bei uns vollständig ausgelastet“, Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland-Kliniken-Unternehmensgruppe, die Krankenhäuser in Nauen und Rathenow, Pflegeeinrichtungen und einen Rettungsdienst betreibt. „Wir müssen davon ausgehen, dass mit dem Vormarsch der Omikron-Variante des Virus’ die entsprechende Belegung der Kliniken in den nächsten Wochen noch zunehmen wird.“

Spuren der Erschöpfung im Isobereich

Obgleich sie weiter engagiert sind, würden sich bei Pflegekräften und Ärzten im Isobereich nach fast zwei Jahren der Pandemiebekämpfung Spuren der Erschöpfung bemerkbarmachen, so Grigoleit weiter. Saisonal bedingte Erkrankungen und Quarantänen würden immer wieder für Tage mit angespannter Personalsituation sorgen. Laut dem Geschäftsführer habe die Klinikleitung die niedergelassenen Ärzte der Region schriftlich darüber informiert, „dass das Brandenburger Gesundheitsministerium eine Ausweitung der Kapazitäten vorgegeben hat, die für Corona-Patienten freizuhalten sind“.

Weiterhin Aufgabenverteilung bei Havelland-Kliniken

Um dennoch neben der Versorgung von Akutfällen auch elektive Eingriffe vornehmen zu können, würden die Havelland-Kliniken weiter die Strategie einer Aufgabenverteilung zwischen den beiden Standorten verfolgen: Die Klinik Nauen betreut schwerpunktmäßig die Covid-Patienten. Planbare Eingriffe sollen möglichst am Klinikstandort Rathenow vorgenommen werden. Ferner sagt Grigoleit: „Die bevorstehenden Feiertage werden für alle Mitarbeitenden in den Krankenhäusern, Pflegeheimen und im Rettungsdienst wegen des zu erwartenden Pandemieverlaufs eine sehr anstrengende und herausfordernde Zeit, die mit großem Engagement bewältigt werden muss.“
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