Jüdischer Friedhof: Söhne von Egon Kornblum in Rathenow erwartet

Stolpersteine für das Rathenower Ehepaar Franziska und Alfred Kornblum: Ihr jüngerer Sohn Egon überlebte Shoa bzw. Holocaust, ihr älterer Sohn Günter war 1939 an Leukämie gestorben. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof bestattet, der nun saniert ist.
weberIhre Namen hatte Egon Kornblum an die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem übermittelt. Ferner erinnern sogenannte Stolpersteine in der Steinstraße an das Ehepaar Franziska und Alfred Kornblum. Laut diesen 2007 gesetzten Gedenksteinen wurden die beiden ins Warschauer Ghetto deportiert. Wie und wo beider Leben endete, ist unbekannt. Das deuten Fragezeichen an.
Egon Kornblum kehrte 1958 nach Deutschland zurück, wurde Bürger der Bundesrepublik. 1987 besuchte er erstmals eine Geburtsstadt, in der sein Bruder Günter Anfang 1939 an Leukämie gestorben war. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof in der Neufriedrichsdorfer Straße bestattet.
Am nächsten Sonntag, 27. Oktober, werden Chaim und David Kornblum in Rathenow erwartet. Es sind die Söhne des Überlebenden. Sie nehmen an der feierlichen Begehung des nun sanierten jüdischen Friedhofs teil, zu der Bürgermeister Ronald Seeger alle interessierten Leute einlädt. Los geht es um 13.00 Uhr. Männliche Teilnehmer werden gebeten, nach jüdischem Brauch auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.