Offenes Atelier
: Malerei, Mitmachkurse und Musikgenuss

Mit Aktionen, Konzert und mehr gewährten Künstler der Region Besuchern Einblicke in ihre Arbeitsräume und Galerien.
Von
Simone Weber
Westahvelland
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  • Gäste aus Rathenow schauten sich zur Aktion "Offenes Atelier" in den Arbeitsräumen von Jordis Hammer in Gülpe um.

    Gäste aus Rathenow schauten sich zur Aktion "Offenes Atelier" in den Arbeitsräumen von Jordis Hammer in Gülpe um.

    Simone Weber
  • Violinist Holm Birkholz mit seiner Ehefrau Gudrun Birkholz, die das Bühnenbild zum Konzert gestaltete.

    Violinist Holm Birkholz mit seiner Ehefrau Gudrun Birkholz, die das Bühnenbild zum Konzert gestaltete.

    Simone Weber
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In Gülpe ließ Malerin Jordis Hammer die Gäste in ihrem Atelier in der „Kreativoase“ in ihre Welt der Malkunst blicken. Den interessierten Gästen aus dem Westhavelland, Potsdam und Berlin zeigte sie, wie ihre Arbeiten, Aquarelle, die in der havelländischen Natur aber auch auf vielen Reisen, wie nach Prag, Erfurt oder Wien, entstanden. „Seit Jahren experimentiere ich mit der Maltechnik Mix Media“, erzählte die freischaffende Malerin. „So entstehen Bilder, auch mit abstrakten Motiven, auf Leinwand oder auch auf grundierter Pappe, mit Farbpigmenten und Sumpfkalk oder Marmormehl, die eine bestimmte Struktur geben.“ Jordis Hammer gibt in der „Kreativoase“ auch verschiedene Malkurse — für Künstler der Region genauso wie für Anfänger oder Fortgeschrittene von außerhalb.

Am Samstagnachmittag lud der 2014 gegründete Kunst– und Kulturverein Havelland e.V. zu dem besonderen Konzert „Sternengeflüster — Meditative Klanglandschaften“ in die Gülper Dorfkirche ein. Holm Birkholz, bis zum vorigen Sommer 36 Jahre lang Violinist der Berliner Philharmoniker, führte seine 2018 in Berlin uraufgeführte Suite „Sternengeflüster“ erstmals im Westhavelland auf. Neben den drei Sätzen „Sternenglanz“, „Im Kometenschweif“ und „Sternengeflüster“ spielte der Komponist auch zwei Sätze seiner, durch viele Asienreisen inspirierte Suite „Blütenträume“ sowie zwei Sätze von Johann Sebastian Bach. „Bachs Musik symbolisiert für mich die abendländischen Wurzeln in der Musik“, so der Musiker. Während des rund einstündigen Konzerts setzte Violinist Birkholz auch verschiedene Perkussionsinstrumente, vor allem tibetische Klangschalen ein. „Sternengeflüster“ entstand in den Jahren 2015 bis 2017, während mehrerer Kurzurlaube in Gülpe. „Das Erlebnis der Beobachtung des Sternenhimmels ist jedes Mal aufs Neue etwas Besonderes. Es ist ein Faszinosum, hier abends einfach sitzen zu können und als Berliner, der den Himmel in der Großstadt kaum noch sehen kann, die Sterne zu beobachten“, schwärmte Holm Birkholz, der diese Emotionen und den Zauber des Sternenfirmaments in Noten umsetzte. „Es hat auch etwas Meditatives, zuzuhören, was einem die Sterne erzählen.“ Lässt man sich auf die sphärischen Klänge dieser Musik ein, ist sie ein träumerisches Erlebnis. „Ich war erstaunt, in welchen Tönen der Sternenpark so klingen kann“, meinte auch Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann, der als Vorsitzender des Fördervereins Sternenpark Westhavelland agiert, als einer der rund 50 Zuhörer, die sich in der kleinen Gülper Kirche eingefunden hatten. Die beim Konzert gesammtelten Spenden fließen in die Anschaffung einer neuen Druckpresse für den Verein.