Das Ereignis hielt, was es versprochen hatte:  Musik zum Tanzen und Zuhören – in den Sonnenuntergang hinein. Dabei wurde Abstand gehalten. Das Hygienekonzept mit Begrenzung auf maximal 900 Gäste pro Abend, die sich über das zirka 280 Meter lange Uferareal rund um den Karpfenteich verteilen konnten, funktionierte grundsätzlich gut und zeigte, dass solche Veranstaltungen auch zu Corona-Zeiten möglich sind. Wobei das Event die Kapazitätsgrenze nicht erreichte.
"Wir haben ganze zwei Tage für den Aufbau und die Einrichtung der enormen Technik gebraucht", so Technik-Chef Philipp Günther. "An Tontechnik haben wir jeweils 16 Boxen mit je 2.000 Watt für die Bässe und mit je 1.500 Watt für die Höhen installiert. 40 Farbscheinwerfer sowie 30 sogenannte Moving-Head-Scheinwerfer kamen ebenso zum Einsatz. Der Freitag stand unter dem Motto "Rathenow Restart". DJs spielten etwa House und Techno.  Der betriebene Aufwand für die Technik hatte sich gelohnt. Der Sound war überall hervorragend.
Der Samstagabend bot Live-Musik. "Die Location hier ist einfach toll. Mich wundert, dass seit 2006 noch keiner drauf gekommen ist, so ein großes Event auf dem Karpfenteich zu organisieren", so Christoph Wulsch, aus Rathenow stammender Sänger der Berliner Band "Vor Rotterdam".
Im Vorfeld des für den Optikpark geradezu revolutionären Events hatte Geschäftsführerin Kathrin Fredrich davon berichtet, dass das Konzept auf einer spontanen Idee des Veranstaltertrios basiert. Geboren worden war diese erst einige Wochen zuvor. Sehr wahrscheinlich spielt auch eine wesentliche Rolle, dass die seit Januar 2019 tätige Geschäftsführerin doch erheblich jünger ist, als es ihre Vorgänger waren. Diese gingen Ende 2018 in Rente.  "Zwei tolle Abende, die Lust auf mehr solche Veranstaltungen gemacht haben", kann  Kathrin Fredrich nun zufrieden resümieren.