Schiffsmodellschau: Marinekameradschaft „tauchte“ in Schwimmhalle Rathenow ab

Das deutsche 1942 in Dienst gestellte "U 177" in Vorführung durch die Marinekameradschaft Rathenow in der Schwimmhalle.
Simone Weber„Die Marinekameradschaft bekam testamentarisch ein durch den Milower Arzt Dr. Holger Ulrich gebautes U–Boot der deutschen Kriegsmarine“, erzählt Eilert Hinrich, seit 2008 1. Vorsitzender der 1998 neu gegründeten Marinekameradschaft. Das knapp zwei Meter lange Modell im Maßstab 1:45 des deutschen U–Boots „U 177“, das im März 1942 in Bremen in Dienst gestellt wurde, nahm auf Tauchfahrt im 1,80 Meter tiefen Schwimmbecken eine Geschwindigkeit von zirka vier Kilometer pro Stunde auf. Im Südatlantik eingesetzt, wurde „U 177“ Anfang Februar 1944 durch die US–Navy versenkt.
Zur Modellschau zeigen auch immer wieder Nicht–Vereinsmitglieder ihre Schiffsmodelle. So auch Jörg Anderson. Der Rathenower baut seit den 1970er Jahren Schiffsmodelle. „Das Hobby macht mir Spaß, weil ich bei meinen Modellen alles mit den eigenen Händen entstehen lasse, ohne Maschinen“, so Jörg Anderson, der in diesem Jahr seine zwei DDR–Schiffe, den Hochseeschlepper „A 14“ und den Tonnenleger „Dornbusch“ vorführte.
Der Rathenower Helmut Wernicke hat sich seine Begeisterung für den Modellbau über Jahrzehnte erhalten. In diesem Jahr führte er sein im letzten Jahr gebautes Modell des amphibischen „Landungsschiff 182“ der russischen Marine vor und ließ als Zugabe noch sein „Raumschiff Orion“ aufsteigen.