Schwerer Raub in Rathenow
: Zwei Rathenower sollen für jeweils fünf Jahre ins Gefängnis

Zwei Männer aus Rathenow wurden wegen schweren Raubes vom Landgericht Potsdam jeweils zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen.
Von
Ingmar Höfgen
Potsdam/Rathenow
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Vom Landgericht Potsdam wurden zwei Männer aus Rathenow wegen schweren Raubes zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt. Beide legten Revision ein, daher sind die Urteile noch nicht rechtskräftig.

René Wernitz

Jonas B. und Kevin A. waren angeklagt, am Abend der Rathenower Kneipennacht 2016 in eine Wohnung in der Georgi–Dimitroff–Straße mit Waffen eingedrungen zu sein und damit den dort wohnenden Mann verletzt zu haben. Außerdem sollen Wertsachen mitgenommen worden sein. Der Staatsanwalt hatte für alle drei Angeklagten jeweils fünf Jahre Haft gefordert. So entschied nun auch das Gericht für A. und B.

B. hatte, wie in BRAWO bereits berichtet, das Eindringen in die Wohnung mit zwei weiteren, ungenannten Männern und die Körperverletzung gestanden. Die Benutzung eines Teleskopstocks und eines Messers hatte er aber bestritten, Bargeld oder ein Armband hätte er ebenfalls nicht mitgenommen. Dies sei auch nicht Teil eines angeblichen Tatplans gewesen. A. wiederum hatte in der Verhandlung geschwiegen. Das Motiv für den gewalttätigen Besuch sollen Treffen des Geschädigten mit B.s Ex–Freundin sowie ein abgetretener Außenspiegel gewesen sein. Den bisher unbestraften B., der jetzt eine Ausbildung macht, holt damit nach dreieinhalb Jahren eine Tat ein, die er als 19–Jähriger begangen hatte.