Sternenpark
: März 2019: Unser Mond

Der Kopernikus genannte Mondkrater ist am 15. und 16. März optimal zu beobachten.
Von
Thomas Becker
Parey
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Der Mondkrater Kopernikus.

Thomas Becker

Wem das nicht gelingt, der hat es einen Abend später deutlich einfacher. Dann ist auch das sogenannte „aschgraue“ Mondlicht zu sehen. Man erkennt den ganzen Mond, obwohl nur eine schmale Sichel von der Sonne beschienen wird. Das ist das Licht der Erde welches auf den Mond reflektiert wird. Während einer Vollmondnacht erhellt der Mond die irdische Nachtlandschaft. Bei Neumond ist es umgekehrt und vom Mond aus gesehen, steht die Erde hell leuchtend am Mondhimmel und beleuchtet die Kraterlandschaften deutlich stärker als es der Mond bei uns vermag.

Diese Kraterlandschaften sind interessante Ziele für Fernrohrbeobachter. Jede Nacht ändert sich der Anblick des Mondes deutlich, und immer neue Formationen tauchen an der Tag–Nacht–Grenze auf. Dort bieten sie aufgrund der tiefstehenden Sonne und den langen Schattenwürfen eine dreidimensionale Ansicht. Der für viele Hobbyastronomen schönste Krater ist „Kopernikus“, welcher am 15. und 16. März optimal zu beobachten ist. Er befindet sich nahe der Mitte der Mondscheibe, hat einen Durchmesser von rund 93 Kilometern, ist durch einen Asteroideneinschlag vor ca. 800 Millionen Jahren entstanden und somit einer der jüngsten großen Krater auf dem Mond. Der Krater Kopernikus ist von zahlreichen interessanten Formationen umgeben (siehe Foto). In der Mitte des Bildes ist der 3.800 Meter tiefe Krater mit seinen terrassenförmigen Hängen und den Zentralbergen zu finden, die entstanden sind, als der Mondboden nach dem Einschlag zurückfederte. Vor allem rechts und unterhalb des Kraters finden sich zahlreiche sogenannte Sekundärkrater die durch Auswurfmaterial des Einschlags erzeugt wurden. Dieses verwüstete die gesamte Umgebung und bedeckte sie mit Schutt. Manch ältere Krater wurden fast komplett verschüttet und sind nur noch schemenhaft zu erkennen. Die linke obere Bildecke wird von einigen Bergen und Gebirgsausläufern dominiert. Links unten im Bild befinden sich oberhalb des größten Kraters in der Gegend insgesamt sechs kuppelförmige „Dome“ nebeneinander. Das sind Überbleibsel früherer vulkanischer Aktivität auf dem Mond, und sie ähneln den Schildvulkanen auf der Erde. Geringe Höhe und Hangneigung, aber ein großer Basisdurchmesser zeichnen sie aus, und bei den meisten findet sich am Gipfel eine Caldera. Der Mond bietet also für Fernrohrbeobachter eine große Vielfalt an Landschaften.

Für die Beobachtung eines sternenreichen Nachthimmels ist er natürlich fehl am Platze, da er den Himmel stark aufhellt. Eine natürliche Lichtverschmutzung, gegen die man im Gegensatz zur künstlichen Lichtverschmutzung nichts ausrichten kann. Letztere ist das Thema des deutschlandweiten „Tages der Astronomie“ am 30. März, der unter dem Motto „Möge die Nacht mit uns sein“ auf diese Form der Umweltverschmutzung aufmerksam machen möchte. Die Planungen für eine Veranstaltung an diesem Samstag im Sternenblick Parey sind noch nicht abgeschlossen, werden aber zeitnah auf der Webseite des Sternenparks zu finden sein.

Mondphasen:  Neumond — 6. März / Erstes Viertel — 14. März / Vollmond — 21. März / Letztes Viertel — 28. März; Veranstaltungen: Informationen auf //www.sternenpark–westhavelland.de:www.sternenpark–westhavelland.de:www.sternenpark–westhavelland.de|_blank)$

„Sternenabend mit kleiner Wanderung“– Vortrag und Nachtwanderung mit Marion Werner in Strohdehne (20 Euro). Infos: www.marion–werner.de,  Anmeldungen per E–Mail an marion.werner@freenet.de oder unter 033875/90192.   „Öffentliche Beobachtung am Sternenhimmel“ — Vortrag mit Beobachtung im Naturparkzentrum in Milow, Stremmestraße 10 — Spende erbeten.„Erlebnis Dunkelheit“ — Nachtwanderung mit Thomas Becker in Parey (10 Euro). Infos auf www.zumnordlicht.com/sternenpark, Anmeldungen per E–Mail an info@zumnordlicht.com oder unter 0176/7893 5281.„Tag der Astronomie“ — Veranstaltung im Sternenblick Parey. Infos folgen in Kürze auf //www.sternenpark–westhavelland.de:www.sternenpark–westhavelland.de:www.sternenpark–westhavelland.de|_blank)$.