Der Bischof der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein hielt die Predigt zur Trauerfeier. Nach dem Gottesdienst würdigten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth das Wirken von Manfred Stolpe vor und nach der Einheit Deutschlands. Als erster Ministerpräsident des Landes Brandenburg hat er dafür gesorgt, dass die Menschen im Land zusammenwachsen.
Unter den prominenten Trauergästen waren auch Altbundeskanzler Gerhard Schröder, die früheren Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und Walter Momper sowie Lothar de Maizière, Wolfgang Thierse, Jürgen Trittin, Dagmar Frederic und Jochen Kowalski. Es waren 600 Menschen in der St. Nikolaikirche in Potsdam.
Matthias Platzeck sprach ein Gebet für Manfred Stolpe. Alle Landräte des Landes Brandenburg saßen in den ersten Reihen der St. Nikolaikirche. Rita Süssmuth meinte über Stolpe: "Er war ganz nah bei den Menschen. Die Christliche Soziallehre verband er immer mit der Hoffnung. Er war ein Europavermittler und Europabauer und richtete seinen Blick nach Osten besonders auf Polen und Russland." Er war immer ganz bescheiden, aber er hat Brandenburg gut aufgestellt. Die Witwe, Ingrid Stolpe, saß neben dem Ministerpräsident Woidke und wirkte sehr gefasst.
Eine weniger bekannte Beziehung hatte  Manfred Stolpe zu Rathenow. Seit April 1997 war er Mitglied im Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und unterstützte den Aufbau des Gotteshauses bis zu seinem Tode. Er war beim Beginn der Wiedererrichtung des Turms in Rathenow, er war zu Konzerten in Rathenow und meinte, wenn der Turm wiederaufgebaut ist, gibt das den Menschen in der Region Hoffnung auf Wachstum und Prosperität. Wurde er durch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche geführt, leuchteten seine Augen.
Die Feier in der St. Nikolaikirche endete mit dem gemeinsamen Gesang der inoffiziellen Hymne von Brandenburg: "Märkische Heide." Im Anschluss empfing der Ministerpräsident alle geladenen Gäste im Landtag, wo er erneut die Verdienste von Manfred Stolpe für das Land Brandenburg würdigte. Nicht alle Ziele, die er sich gesteckt hatte, konnte er durchsetzen. Als Beispiele wurde der Flughafen Sperenberg genannt und die Vereinigung der Länder Berlin-Brandenburg. Die Märker hatten gegen die Fusion der Länder votiert.
Das Wohl der Menschen im Land Brandenburg lag Manfred Stolpe immer am Herzen. Er war ein echter Landesvater. Viele vertrauten ihm. Wie man am Rande der Gedenkfeier erfuhr, war aber der Tod für ihn auch eine Erlösung von weiteren Leiden, denn eine Krebserkrankung war zurückgekehrt und hatte ihm wieder zu schaffen gemacht.