Umbau
: Für alle: vom Kleinkind bis zum Senior

Brigadezentrum, Kindergarten, Kultur und Bildung - diese Themen wurden im Kulturhaus Liebigstraße seit jeher bedient - nun ziehen Jugendclub, Eltern-Kind-Gruppe zum Ortsverein der AWO.
Von
Manuela Bohm
Premnitz
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Vertreter der AWO-Ortsgruppe Premnitz, des Jugendclub PreJu und der künftigen AWO-Eltern-Kind-Gruppe stellten ihre Räume und Vorhaben Bürgermeister Ralf Tebling und Landrat Roger Lewandowski vor.

Manuela Bohm

Neben der Tafel fand, in dem seit jeher von kulturellen Organisationen und für Veranstaltungen genutzten Gebäude, nur noch die AWO geeignete Räume. Nun wird die Liebigstraße 29 ein Mehrgenerationenhaus. Im Gebäudeteil, in dem vor Jahren noch ein Saal zu Abibällen und Tanzveranstaltungen lud, soll der Jugendclub PreJu einziehen. Der AWO-Ortsverein gab Räume ab. Da hinein zieht eine Eltern-Kind-Gruppe, die von der AWO-Kinder- und Jugendhilfe Potsdam betreut wird. Zwei Erzieher stehen in den bereits freundlich hell eingerichteten und mit Beschäftigungs- und Spielsachen ausgestatteten Räumen Eltern und ihren Kindern zur Seite. Im angrenzenden kleinen Freiluftrefugium wird noch ein Spielgerät erwartet, das auf der Prioritätenliste der Stadt Premnitz für dieses Jahr steht.

Ursprünglich 300.000 Euro veranschlagt, kostet der Umbau des gesamten Hauses nun 350.000 Euro. Bei einer 75-prozentigen Förderung, auf die Premnitz zurückgreifen kann, investiert die Stadt in dieses Vorhaben 87.500 Euro. Am 9. Mai, nach Bauabnahme, soll das Haus „in Beschlag“ genommen werden, wie es Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) am Dienstag bei einem Besuch sagte. Mit Gegrillten soll das Haus nach dem Umbau eingeweiht werden. „Wir haben die Erwartungshaltung, dass sich die Nutzungen vermischen“, wie Tebling meinte, gerichtet an den AWO-Ortsverein, den Jugendclub und die Eltern-Kind-Gruppe. Während des Besuchs von Landrat Roger Lewandowski (CDU), im Rahmen seiner Landkreisreise, waren Vertreter der drei Nutzer im Mehrgenerationenhaus anwesend, um sich und ihre Vorhaben vorzustellen. „Das gab es schon bei uns, dass wir mit Jugendlichen zusammenarbeiteten“, berichtete Thea Lenz, ehemalige Geschäftsführerin der AWO in Premnitz. Barbara Rothkopf vom PreJu-Team zeigte sich diesbezüglich ebenso aufgeschlossen. Themen für die Zusammenarbeit waren auch schnell ausgesprochen: Die Senioren bringen der Jugend das Backen bei, und die Jugend gibt Nachhilfe in Sachen Computer und Internet. „Das Backen ist das eine“, meint Rothkopf vom PreJu. Sie regt an, dass die Jugendlichen sich auch beim Bewirten der Senioren ausprobieren könnten. „Wir könnten Sie zu Kaffee und Kuchen einladen.“

Aber noch sieht es so aus, dass die Jugendlichen des PreJu nicht ab Mai in ihrem neuen Domizil ein- und ausgehen werden. „Bis Ende Juni werden wir es wohl nicht schaffen umzuziehen“, meint die PreJu-Mitarbeiterin. Ein Ferienangebot soll wohl auch noch im gewohnten Umfeld stattfinden, so dass die Jugendlichen wahrscheinlich erst im Spätherbst in die Liebigstraße ziehen. Vielleicht wird dann auch Musik zu Tanzveranstaltungen der Senioren von den Jugendlichen gemacht - wie eine flapsige Bemerkung die Zusammenkunft am Dienstag auflockerte.