Weltenradler: Bis nach Wladiwostok

Weltenradler Thomas Meixner.
WeberDie 16.630 Kilometer lange Radtour führte ihn unter anderem durch Polen, die Ukraine, Kasachstan und Russland, und schließlich gab es noch eine spontane Verlängerung mit der Fähre nach Japan. Mit der Transsibirischen Eisenbahn ging die Fahrt über sieben Tage zurück in die russische Hauptstadt Moskau, von dort in die litauische Hauptstadt Riga und ab da mit der Fähre nach Travemünde. Die letzten Kilometer in die Heimat legte Meixner noch mal mit dem Rad zurück.
„Die Idee zu dieser Reise kam mir durch eine Dokumentation über die Transsibirische Eisenbahn. Das reizte mich sehr“, erzählte Thomas Meixner am Freitag seinem Publikum. „Ich bereite meinen Reisen gut vor, aber wo ich abends schlafe, das ergibt sich immer an dem Tag selbst. Meist haben mich die Menschen an der Route zu sich eingeladen. Die Gastfreundschaft hat sich seit meinen ersten Reisen nicht verändert.“
Je weiter östlich Meixner kam, um so einsamer war er aber auch unterwegs. „An der Wolga habe erstmals in meinem Zelt im Freien übernachtet. Während ich immer auch gut durch meine Gastgeber verpflegt wurde, brauchte ich dann schon mal meine Notreserve: Haferflocken mit Wasser und etwas Zucker“, so der Rad–Reisende weiter. „Aber ich kann die Einsamkeit auch genießen.“
Neben den Eindrücken in den Dörfern und Städten rechts und links ließ Meixner die Zuhörer auch an den Impressionen der Natur teilhaben. Immer wieder stellte er auch seine Gastgeber vor, die ihm wichtig sind. „Bei dem Vortrag wurden die Erinnerungen meiner eigenen Reise 2015 durch Russland mit dem Motorrad wieder ganz lebendig“, schwärmte Joachim Lange aus Brandenburg/Havel. Unter den knapp 200 Zuhörern war auch Karl–Reinhold Granzow. „Ein hochinteressanter Vortrag. Thomas Meixner bringt alles sehr lebendig rüber“, meinte der Rathenower, der in der Stadt immer wieder selbst mit dem Rad unterwegs ist. „Vor so solchen Reisen mit dem Rad über tausende Kilometer in die fernsten Länder kann man nur den Hut ziehen.“