Affe im Auto auf A11: Zoll macht auf Autobahn Höhe Gramzow seltenen Fund

Das kleine Äffchen haben Zollbeamte bei einer Kontrolle auf der Autobahn A11 Höhe Gramzow gefunden. Was ist mit dem tierischen Mitfahrer passiert?
Hauptzollamt Frankfurt (Oder)Wer Affen mag, fährt in der Regel in einen Zoo oder Tierpark. Diesen Weg konnten sich Zollbeamte am 29. Dezember allerdings sparen. Bei einer Kontrolle auf der A11 in Höhe Gramzow entdeckten die Beamten den tierischen Begleiter im Fußraum hinter dem Fahrersitz eines niederländischen Autos.
Nach Angaben des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder) von Mittwoch (3. Januar) hatte der aus Polen kommende Fahrer keine ausreichenden Begleitpapiere dabei. Der Mann konnte lediglich eine Fütterungsanleitung und einen kopierten „Herkunftsnachweis“ vorweisen. „Aufgrund der Auffindesituation des Äffchens sowie der unzureichenden Begleitpapiere bestand der Verdacht einer unrechtmäßigen Einfuhr“, heißt es.
Der Zoll schaltete das Veterinäramt ein
Des Weiteren fanden die Beamten Beutel mit Tierfutter und eine Plastikspritze mit einer flüssigen Futterzubereitung im Kofferraum.
Der Zoll zog bei diesem seltenen Fund das zuständige Veterinäramt hinzu, welches die Weiterreise untersagte. Der Grund: Ein veterinärärztliches Gesundheitszeugnis, eine CITES-Bescheinigung oder ein Zuchtnachweis für das Äffchen lagen nicht vor. CITES steht für Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora. Es ist das 1973 unterzeichnete Washingtoner Artenschutzübereinkommen zum internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen zum Schutz vor übermäßiger Ausbeutung.
Ebenso konnte das genaue Alter und die Art des Tieres nicht bestimmt werden. Es könnte sich allerdings um einen jungen Rothandtamarin handeln. Darauf deuten die Greifhände hin. Den Affen habe der Fahrer einem Familienmitglied mitbringen sollen, er selbst gab an, nur Transporteur für das Tier gewesen zu sein.
Der Fahrer erhält nun ein Strafverfahren gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen. Der tierische Passagier wurde von den Zöllnern in Obhut des Tierparks Angermünde gegeben. Dort kümmern sich Pfleger um den Affen.


