Aquarium: Schwimmbad in Schwedt im Corona-Modus
Deshalb kann das Bad jetzt geöffnet bleiben und die eingeschränkten Öffnungszeiten sowie gesenkten Eintrittspreise, welche normalerweise nur in der Zeit der Sommerferien gelten, bleiben mindestens bis Ende September weiter gültig.
Damit verlängert das Aquarium erstmals seine Sommersaison um viele Wochen. „Wir konnten unter verschärften Sicherheits- und Abstandsregeln eine Woche nach Ferienstart wieder öffnen und werden mindestens bis Ende September die verkürzten Öffnungszeiten und auch die günstigeren Preise beibehalten“, erklärt Gunnar Pertermann von den Stadtwerken.
Bau einer neuen Rutsche
Drei Stunden Bade- und Schwimmvergnügen kosten derzeit für Erwachsene nur vier, für Kinder drei Euro. Saunagäste zahlen zehn statt 14,50 Euro. Dafür öffnen Bad und Sauna zwei Stunden später als sonst und schließen zwei Stunden früher. Grund dafür sind die nach wie vor geltenden Abstands- und Sicherheitsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die auch zur eingeschränkten Nutzung des Bades führen. Besucher können beispielsweise Whirlpools oder die Dampfsauna nicht nutzen. Es finden auch keinen Aufgüsse in den Saunen statt. Zusätzlich sind die große Röhrenrutsche und ein Teil des Außenbereichs für Bauarbeiten abgesperrt. Dort findet gerade der Rückbau der Riesenrutsche statt. Bis Oktober bauen die Stadtwerke die 20 Jahre alte Rutsche ab, nehmen Umbauten am Rutschenturm vor und installieren anschließend eine komplett neue Rutsche. „Diese Rutsche bleibt so lang wie die alte, aber die Badegäste können sich dann auf ein paar zusätzliche Effekte freuen“, will Gunnar Pertermann noch nicht zu viel verraten.
Derzeit müssen Badegäste ein Kontaktformular ausfüllen und sich die Hände am Eingang desinfizieren. „Das klappt aus unserer Sicht sehr gut“, sagt Gunnar Pertermann, „die Badegäste halten sich wirklich vorbildlich an die Hygieneregeln und zeigen in den meisten Fällen auch Verständnis dafür.“ Es dürfte auch im eigenen Interesse der Gäste sein, nicht nur wegen des eigenen Risikos, sich anzustecken. Sollte ein Badegast positiv auf Covid-19 getestet werden, könnten auch Kontaktpersonen im Bad davon betroffen sein und müssten möglicherweise in Quarantäne. Ist davon auch das Personal betroffen, könnte das auch die Schließung des Bades bedeuten.
Besucheranzahl halbiert
Derzeit besuchen deutlich weniger Gäste das Aquarium als in allen Jahren zuvor. „Wir hatten im Sommer 2019 durchschnittlich 600 Besucher pro Tag. Jetzt sind es knapp 300“, bestätigt Gunnar Pertermann. In den sechs Sommerwochen 2019 zählte das Bad mehr als 23 000 zahlende Besucher, im Corona-Jahr sind es nur knapp 10 000. Gründe dafür sieht Pertermann aber nicht nur in der Zurückhaltung der Besucher infolge der Corona-Pandemie. „Bei sehr gutem Wetter werden Hallenbäder nun mal nicht so stark frequentiert – da fahren Familien natürlich lieber an die Badeseen. Wir profitieren eher von unbeständigem Wetter.
Dann können die Gäste bei uns sicher sein, dass sie Badespaß genießen können, unabhängig davon, ob es draußen regnet oder gerade mal die Sonne scheint“, sagt Pertermann.
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