Ausbildung: Im dritten Anlauf zum Traumjob

Auf dem Weg zum Traumberuf: Sandra Eckert (r.) lernt im Asklepios Klinikum Gesundheits- und Krankenpflegerin. Unterstützung gibt auch Stationsschwester Sandy Lichtenberg.
Daniela WindolffSonn- und feiertags arbeiten, oft bis spät abends, dazu die körperliche Belastung durch schweres Heben und viel Umherlaufen, das gehörte zum Berufsalltag von Sandra Eckert.
Die 31-jährige Schwedterin und Mutter eines sechsjährigen Sohnes hat als gelernte Restaurantfachfrau jahrelang in der Gastronomie gearbeitet, wechselte dann zur Arbeiterwohlfahrt und betreute als Pflegehilfskraft bedürftige Senioren. Jetzt hat sie noch mal ganz von vorn angefangen und eine dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Asklepios Klinikum Uckermark absolviert. Im dritten Anlauf zum Traumberuf. Sonn- und Feiertagsdienste, Spät- und Nachtschichten, anstrengende körperliche Arbeit, all das gehört auch im neuen Beruf zu ihrem Alltag. Sie nimmt es gern in Kauf. „Das hat mich auch vorher nicht abgeschreckt. Aber ich wollte einfach noch mehr lernen, mehr Wissen aneignen, mich weiterentwickeln können“, sagt Sandra Eckert. „Und ich liebe den Kontakt mit Menschen, stehe gern an ihrer Seite und helfe.“ Der medizinische Beruf erfüllt all ihre Wünsche. „Zur Ausbildung als Krankenschwester gehört unheimlich viel Wissen und es ist auch nicht immer einfach“, gesteht sie. Doch im Kollegenkreis des Klinikums findet die junge Frau immer ein offenes Wort und viel Unterstützung, ob im Pflegeteam, von ihrer Praxisanleiterin oder auch von den Ärzten, die wissen, was sie an gut ausgebildeten und motivierten Schwestern haben, die am dichtesten dran an den Patienten und oft Vermittler zwischen Patient und Arzt sind. Die Auszubildenden durchlaufen für die praktische Ausbildung im Krankenhaus viele verschiedene Bereiche von Pädiatrie, Innere Medizin, Chirurgie, Onkologie, OP, EKG-Labor und Rettungsstelle bis zu ambulanten Stunden im Medizinischen Versorgungszentrum. Und auch Nachtdienste gehören ab dem 2. Ausbildungsjahr schon dazu. Für die junge Mutter ist das kein Problem. „Meine Familie unterstützt mich sehr. Außerdem ist das Klinikteam sehr kollegial. Man kann immer miteinander reden und bei den Dienstplänen auch Wünsche äußern.“ Kein Wunder, dass Sandra Eckert im Asklepios Klinikum Uckermark bleiben möchte. „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben und habe viele Weiterbildungsmöglichkeiten, die ich nutzen möchte. Und wo hat man schon das Glück, einen tollen Arbeitsplatz vor der Haustür zu finden?“
Asklepios garantiert allen Schülern nach erfolgreicher Ausbildung eine Übernahme. „Pflegekräfte werden gebraucht. Auch das hat mich zum Berufswechsel trotz der nochmaligen anspruchsvollen Ausbildung motiviert“, sagt Sandra Eckert, die sich zur Fachschwester weiterqualifizieren möchte. Ihr Wunsch ist es, im OP zu arbeiten.
Älteste Azubi ist 44 Jahre alt
Mit 31 Jahren ist Sandra übrigens keine Ausnahme unter den Auszubildenden. „Wir haben auch viele Quereinsteiger. Die älteste ist 44“, berichtet Praxisanleiterin Vera Krahl, die für die gesamte Ausbildung im Asklepios Klinikum Uckermark zuständig ist. Auch Notfallsanitäter werden hier ausgebildet. „Die wichtigsten Voraussetzungen sind Interesse für den medizinischen Beruf und ganz viel Empathie. Das Handwerk lernt man hier im Team. Man wächst an den Herausforderungen“, sagt Vera Kahl.
Ausbildung im Asklepios Klinikum Uckermark
Das Asklepios Klinikum Uckermark ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 14 Fachabteilungen und 420 Betten sowie 40 Tagesklinikplätzen.
Als zweitgrößter Arbeitgeber in Schwedt bildet das Klinikum insgesamt rund 45 Gesundheits- und Krankenpfleger aus. Kooperationspartner ist die Medizinische Schule Uckermark in Prenzlau bzw. die Medizinische Schule Brandenburg/Havel. Ausgebildet werden Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und medizinische Fachangestellte. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Außerdem werden Plätze für Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges soziales Jahr und Praktika angeboten.
