Badeunfall bei Angermünde: Kind ertrinkt fast am Wolletzsee – dramatische Rettung

Wasserretter der DRK-Wasserwacht im Strandbad Wolletzsee bei Angermünde. Rettungsschwimmer Toni Hameister zeigt bei einer Übung Erste-Hilfe-Maßnahmen. Doch jetzt kam es zum Ernstfall.
Daniela Windolff- Am 7. Juli 2025 kam es im Strandbad Wolletzsee bei Angermünde zu einem Badeunfall während des Schwimmunterrichts.
- Ein Schüler der Ehm Welk-Oberschule verunglückte beinahe, konnte aber dank schneller Rettungskette gerettet werden.
- Der Rettungshubschrauber wurde alarmiert, die Helfer waren innerhalb von drei Minuten vor Ort.
- Schwimmlager der Schulen liegen in der Verantwortung der Schulen, die eigene Rettungsschwimmer stellen müssen.
- Retter warnen: Schwimmunterricht ist essenziell, um in der seenreichen Region Unfälle zu vermeiden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Strandbad am Wolletzsee in Angermünde ist ein beliebtes Erholungsgebiet und vor allem bei Familien und Kindern beliebt. Denn es ist bewacht. Schwimmmeister und Rettungsschwimmer sorgen für die Sicherheit der Badegäste. Trotzdem kam es zu einem dramatischen Badeunfall. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Ausgerechnet beim Schwimmunterricht einer Schule.
Seit vielen Jahren bietet das Strandbad Wolletzsee der Stadt Angermünde im Sommer Schulen der Region die Möglichkeit, hier Schwimmlager im Rahmen des Sportunterrichtes durchzuführen. Kinder und Jugendliche können im Freiwasserbecken das Schwimmen erlernen bzw. Schwimmstufen ablegen. Dafür hatte die Stadt extra die Freischwimmanlage normgerecht modernisiert.
Strandbad am Wolletzsee bietet Schwimmunterricht für Schulen
Dieses Angebot ist bei Schulen sehr begehrt. Neben dem Schwimmunterricht genießen die Schüler in den Projektwochen des Schwimmlagers auch das große Freizeitangebot des Strandbades.
Doch ein dramatischer Zwischenfall trübte schon am ersten Tag des Schwimmlagers die Unbeschwertheit. Am Montag, 7. Juli 2025, kam es zu einem Badeunfall. Ein Schüler soll dabei verunglückt und fast ertrunken sein. Auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Im Strandbad verbringen gerade drei Schulen aus Angermünde Schwimmlager, darunter die Ehm Welk-Oberschule. Hier sind die 8. Klassen vor Ort.
Schüler der Ehm Welk-Oberschule Angermünde verunglückt
Eine offizielle Meldung des Vorfalls gab es bisher auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals nicht. Polizei und Feuerwehr waren nicht involviert. Die betroffene Schule gibt aus Datenschutzgründen keine Auskunft.
Bestätigt ist, dass es sich um einen Unfall mit einem Schüler der Ehm Welk-Oberschule handelt, es dem Jungen aber inzwischen gut geht. Die Rettungskette habe blitzschnell funktioniert, loben Beteiligte vor Ort. Innerhalb von drei Minuten seien sie vor Ort gewesen.
Der Luftrettungsstützpunkt in Angermünde liegt nur wenige Kilometer vom Strandbad entfernt. Bei einem Badeunfall mit Ertrinken geht es oft um Sekunden und Minuten, weshalb die Leitstelle dann in der Regel sofort auch den Rettungshubschrauber alarmiert.
Schulen bringen eigene Rettungsschwimmer mit
Doch wie konnte der Unfall passieren? Die Stadt Angermünde ist Eigentümer und Betreiber des Strandbads am Wolletzsee. Wie Sprecherin Christin Neujahr versichert, ist der Badebetrieb im Strandbad zu den Öffnungszeiten durch den hauptamtlichen Bademeister sowie durch ehrenamtliche Rettungsschwimmer bewacht.
Die Schwimmlager der Schulen lägen allerdings in Verantwortung der Schulen. Die müssen in der Regel eigenverantwortlich für Rettungsschwimmer sorgen und den Schwimmunterricht, der Teil des regulären Sportunterrichts ist, absichern. Meist sind es Sportlehrer mit Rettungsschwimmer-Ausbildung.
Rettungskette funktionierte in Angermünde sehr schnell
Die Stadt Angermünde sei dafür nicht verantwortlich, so die Sprecherin. Zumal die Schwimmlager schon außerhalb der regulären Öffnungszeiten um 8.30 Uhr beginnen. Die Stadt stellt lediglich das Gelände zur Verfügung, bewacht mit dem Personal den normalen Badeverkehr und sichert die schnelle Rettungskette. Und die hat in dem aktuellen Fall auch gut funktioniert, bestätigen Beteiligte. Es sah dramatischer aus, als es am Ende war.
Doch der Schreck sitzt bei allen Beteiligten tief. Einige Eltern wollen ihre Kinder vom Schwimmunterricht freistellen.
Das wäre das falsche Signal, warnen auch die Retter. Schwimmenlernen sei gerade in der seenreichen Region um Angermünde die wichtigste Prävention für Kinder. Neben dem Schwimmunterricht der Schulen bietet zum Beispiel die Wasserwacht des DRK Uckermark Schwimmkurse für Kinder an.
Schwere Unfälle im Badebetrieb und beim Schwimmunterricht sind in Strandbad Angermünde sehr selten. Zum Glück. Meist handelt es sich um Bagatell-Verletzungen und Insektenstiche, die die Retter vor Ort auf den Plan rufen.




