Bahn in der Uckermark
: RE66 und RB 66 – Schienenersatzverkehr zwischen Angermünde und Stettin

Die Baustelle an der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Stettin verlangen den Anwohnern und Pendlern zwischen Angermünde und Schwedt einiges ab. Nun hat die Bahn ihren Zeitplan erneut geändert.
Von
Matthias Wagner
Angermünde / Schwedt
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Schienenersatzverkehr zwischen Angermünde und Stettin

Oliver Voigt

Die Bahn hat nun in einer Pressemitteilung neue Informationen zu den Bauarbeiten und ihrem Zeitplan veröffentlicht. Die baubedingten Einschränkungen des Regionalverkehrs zwischen Angermünde und Stettin, RE 66 und RB 66, bleiben weiterhin bestehen. Wegen der Ausweitung der Arbeiten im Zuge des Streckenausbaus verkehren zwischen Angermünde und Stettin vom 22. April bis 4. Juli Busse statt Bahnen.

Ein Expressbus und ein Lokalbus kommen jeweils im Zweistundentakt zum Einsatz. Anschließend verlängert sich der Schienenersatzverkehr zwischen Angermünde und Passow entgegen der ursprünglichen Bauplanung bis mindestens November. Grund ist ein Softwarewechsel, der sich verzögert. Die neue Software ist für die Inbetriebnahme der neu errichteten Weichen- und Signalanlagen in Schönermark erforderlich. Die Deutsche Bahn bedauert die dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten und bittet die betroffenen Fahrgäste um Entschuldigung.

Die Deutsche Bahn baut den 19 Kilometer langen, bislang eingleisigen Abschnitt zwischen Passow und Stettin auf zwei Gleise aus. Er ist Teil der insgesamt 49 Kilometer umfassenden Ausbaustrecke zwischen Angermünde und der Grenze zu Polen. Ab 2025 fahren die Züge von Berlin nach Stettin dort mit Tempo 160. Die Fahrzeit von Berlin nach Stettin wird sich um 20 Minuten auf 90 Minuten verringern. Auf die avisierte Fertigstellung des Gesamtprojekts hat die verzögerte Software-Umstellung keine Auswirkung.

Moderne elektronische Stellwerke steuern heute die gesamte Bahntechnik, darunter Signale, Weichen oder Bahnübergänge. Viele Vorgänge sind automatisiert. Vor der Inbetriebnahme neu gebauter Bahninfrastruktur muss die Software an die Leit- und Sicherungstechnik angepasst werden. Dies ist ein hochkomplexer Vorgang mit großer Sicherheitsrelevanz. Ein Abnahme- und Prüfverfahren gewährleistet die Einhaltung der Normen.

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