Millionenschwere Bauarbeiten setzt das Asklepios Klinikum Uckermark 2020 fort. Bereits zu sehen sind Vorarbeiten für die neue Notaufnahme. Im Dezember ist ein altes Treppenhaus abgerissen worden. Dorthin wird der Hubschrauberlandeplatz verlegt, der sich derzeit noch am Parkplatz des Klinikums befindet. Der künftige Landeplatz wird einen direkten Zugang zur neuen Notfallambulanz bekommen. Rettungskräfte sparen dadurch Zeit, wenn es um Leben und Tod geht. Bis 30. Juni sollen diese Bauarbeiten fertig sein. Wie Klinikum-Geschäftsführer Ulrich Gnauck informiert, ist das eine Investition von rund drei Millionen Euro.
1200 Arzneien ziehen um
Beinahe auf "gepackten Koffern" sitzen die Mitarbeiter der Klinikum-Apotheke und des Zytostatika-Labors. Die Einrichtungen befinden sich vor dem Klinikum in einem Gebäude am March­lewskiring, das noch aus den 1970er-Jahren stammt. Ein aufwendiger Umzug in neue Räume steht bevor. Aber erst müssen Behörden dazu eine Freigabe erteilen. Wie Apothekenleiterin Kerstin Grammbauer sagt, erfolgt die Abnahme am 9. Januar.
Danach ziehen 1200 unterschiedliche Arzneimittel ins gegenüberliegende Haus um. Es handelt sich dabei um ein gelistetes Sortiment. Doch das, was auf den ersten Blick überschaubar erscheint, ist eine echte Herausforderung. Die Apotheke erhält einen halbautomatischen Kommissionierer, der die Arbeitsabläufe verbessert. Das 14-köpfige Team lagert die Medikamente dann zwar noch manuell ein, der Automat wirft diese aber auf Abfrage automatisch aus.
Während die Apotheke im ersten Quartal umzieht, folgt das Zytostatika-Labor im 2. Bauabschnitt bis Mitte des Jahres. Seit März 2019 sind auf 900 Quadratmetern in der ehemaligen Küche im Keller des Klinikums moderne Reinraum-Labore entstanden. Sie werden den gestiegenen Anforderungen bezüglich der Hy­giene und der Arbeitssicherheit beim Herstellen von Zytostatika gerecht. Die Klinikum-Apotheke ist die einzige in der Uckermark, die solche Zytostatika für Tumorpatienten herstellen kann. – Kostenpunkt für dieses Vorhaben: rund vier Millionen Euro. Das Asklepios Klinikum wird damit seiner Rolle als Tumorzentrum gerecht. Krebspatienten können in Schwedt wohnortnah und in der Nähe ihrer Familie versorgt werden, oft sogar ambulant.
Sind die Umzüge für Apotheke und Labor geschafft, wird das dann leer stehende Gebäude abgerissen. Das Netzwerk Gesunde Kinder, das in diesem Haus Büro- und Begegnungsräume hat, sowie das Klinische Krebsregister müssen ebenfalls umziehen.
Chefarztwechsel jetzt offiziell
Seit Jahresbeginn ist Dr. Salah Al-Dumaini Chefarzt der Urologie im Asklepios Klinikum. Er ist seit einem halben Jahr am Hause tätig und hat in Kooperation mit Prof. Dr. Rüdiger Heicappell diesen Posten bereits inne gehabt. Prof. Heicappell ist ab sofort ausschließlich als ärztlicher Direktor tätig. Außerdem wird es im ersten Halbjahr einen neuen Chefarzt für Anästhesie geben. Die Gespräche dazu laufen.
Die beliebten Sonntagsvorlesungen werden 2020 fortgesetzt. Die erste Vorlesung findet am16. Februar statt. Prof. Dr. Axel Matzdorf, Leiter des Tumorzentrums in Schwedt, spricht zum Thema "Krebs – der Weg zurück ins Leben". Er will unter anderem deutlich machen, wie Patienten trotz Chemiekeule leistungsfähig bleiben können.