Blumberger Mühle bei Angermünde: Buchenwald Grumsin erleben, das steckt dahinter

Almuth Gaitzsch, Leiterin der Blumberger Mühle bei Angermünde, ist stolz auf die neue Ausstellung, die sich um den besonderen Buchenwald Grumsin dreht. Was gibt es zu sehen?
Josephine Theodor- Neue Dauerausstellung in der Blumberger Mühle eröffnet – Thema ist der Buchenwald Grumsin.
- Besucher erleben den Wald über neun Sinnes-Stationen, etwa Gerüche, Felle und Spurstempel.
- Klimawandel wird spielerisch erklärt, etwa mit einer Hitzekarte aus Bauklötzen.
- Ausstellung entstand in Eigenregie, Budget lag bei rund 4000 Euro.
- Mitmach-Girlande sammelt Wünsche der Besucher, etwa weniger Müll im Buchenwald.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einmal einen Hasen übers Fell streicheln oder austesten, wie ein Wildschwein riecht – die Blumberger Mühle öffnet mit ihrer neuen Dauerausstellung noch ganz andere Möglichkeiten für Familien mit Kindern. Was die Ausstellung bietet und wie diese den Buchenwald Grumsin näherbringen soll.
Das Frühlingsfest in der Blumberger Mühle am 29. März 2026 kommt nicht nur mit einer Feier rund um den einkehrenden Frühling daher, sondern auch mit der offiziellen Einweihung einer neuen Ausstellung. Almuth Gaitzsch, Leiterin der Blumberger Mühle, Susanne Winter, Leiterin des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, und Frank Bretsch, Erster Beigeordneter des Landkreises Uckermark, eröffneten die Ausstellung unter dem Titel „Spüren, Riechen, Staunen.“
Die Ausstellung dreht sich dabei komplett um das Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin – dieses feiert 2026 auch noch sein 15. Jubiläum. „Wir wollten mit der Ausstellung Anreize schaffen, auch fernab vom Buchenwald Grumsin diesen erleben zu können, auch mit Möglichkeiten, die es im Wald nicht gibt“, sagt Almuth Gaitzsch. Bis zum 31. Oktober 2026 soll die Ausstellung vorwiegend Familien mit Kindern ansprechen, begeistern und spielerisch den Wald näherbringen.
Ausstellung bei Angermünde: Buchenwald Grumsin anders erleben
Insgesamt gibt es neun Stationen, bei denen Besucher über ihre fünf Sinne den Wald auf ganz andere Art und Weise erleben können. Darunter ist eine Station, bei der die verschiedenen Gerüche des Waldes erlebt werden können: unter anderem Wildschwein, aber auch Waldmeister und Walderdbeere.
Neben Ratetafeln, auf denen die Felle von tierischen Waldbewohnern erraten werden können, gibt es auch Spurstempel – in einer kleinen Box voller Sand können die Spuren abgebildet und einem entsprechenden Tier zugeordnet werden. Auch der Klimawandel wird beachtet, so wird die Klimasituation über eine Hitzekarte, die Besucher spielerisch über Bauklötze zusammenbauen können, im Buchenwald Grumsin beleuchtet.
Ausstellung als Eigenkreation der Blumberger Mühle
Das Besondere ist hierbei, dass die Ausstellung komplett in Eigenregie der Blumberger Mühle entstanden ist. „Ich bin richtig stolz, was in unserem Team steckt“, so Gaitzsch. Denn die Konzeption und Ideen für die verschiedenen Stationen kamen direkt von den Teammitgliedern.
Auch das Budget wurde durch die Blumberger Mühle selbst getragen. „Rund 4000 Euro haben wir selbst hier hineingesteckt.“ Seit Weihnachten 2025 habe das Team an der Konzeption gearbeitet, doch der eigentliche Aufbau in den Räumen der Dauerausstellung habe erst in den letzten zwei Wochen vor der Eröffnung stattgefunden. „Vor allem in der letzten Woche haben wir viel gebaut.“
Nachhaltige Mitmachaktion für den Buchenwald
Zudem steht die Ausstellung auch unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit: Einige der Holzarbeiten, die in Zusammenarbeit mit EmEm Design in Angermünde entstanden, wurden aus alten Schreibtischplatten hergestellt. „Unsere Schreibtische wurden stetig ausgetauscht, und so haben wir die Platten noch einmal weiterverwenden können“, erklärt Gaitzsch.

Benita Graf aus dem Havelland unterstützt die Mitmachgirlande mit ihrer Meinung zum Buchenwald Grumsin.
Josephine TheodorAls besondere Aktion gibt es die Möglichkeit für jeden Besucher, seine Wünsche und Vorstellungen für den Buchenwald Grumsin an einer Mitmach-Girlande aufzuhängen. Die Chance nutzte auch Benita Graf aus dem Havelland. „Es war mir ein Bedürfnis, darauf hinzuweisen, dass der Buchenwald nicht so zugemüllt werden sollte“, sagt sie auf Nachfrage dieses Nachrichtenportals.

