Alarm in Schwedt. Über dem Industriekraftwerk der PCK-Raffinerie stieg am Nachmittag schwarzer Rauch auf. Wie die PCK Raffinerie inzwischen bestätigte, war es zu einem Brand gekommen, als aus einem der Dampferzeuger des Kraftwerks heiße Schlacke ausgetreten war. Der Brand sorgte für massive Rauchentwicklung, richtete aber ansonsten offenbar keinen großen Schaden an. In einer kurzen Mitteilung erklärte PCK, dass es keine Personenschäden und auch keine nennenswerte Beeinträchtigung des Raffineriebetriebes gegeben habe.
Der Brand ereignete sich gegen 13.45 Uhr. Parallel zur Werkfeuerwehr wurde auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Schwedt alarmiert. Die kommt anders als ersten Meldungen zufolge jedoch nicht in der Raffinerie zum Einsatz, sondern kontrollierte mit ihrer Technik zur Gefahrenabwehr die Luft im Umfeld der Raffinerie auf mögliche Schadstoffe. Auch hierbei gab es Entwarnung. Die Schwedter Feuerwehr bestätigte, dass keine Schadstoffe in der näheren Umgebung der Raffinerie gemessen wurden, eine Gefährdung der Bevölkerung konnte ausgeschlossen werden.
Die Werkfeuerwehr sorgte für die Entrauchung des Kesselhauses. Das Kraftwerk, das Strom und Dampf für den Betrieb der Raffinerie und für die Fernwärmeversorgung der Stadt erzeugt, musste nicht abgeschaltet werden. Das konnte laut PCK durch die schnelle und professionelle Reaktion auf das Ereignis seitens der Einsatzkräfte verhindert werden.
In der Raffinerie, die derzeit wegen des geplanten Öl-Boykotts gegen Russland und ihrem russischen Gesellschafter Rosneft fast täglich in den Schlagzeilen ist, gab es ein großes Aufatmen, dass sich der Schaden in Grenzen hielt und keinen Ausfall der Raffinerie zur Folge hatte.